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IHK: Saarwirtschaft weiterhin auf Aufholkurs

Die Konjunktur an der Saar bleibt laut IHK stabil.

Die Konjunktur an der Saar bleibt laut IHK stabil.

„Mit viel Schwung laufen die Geschäfte in der Medizin-, Mess- und Automatisierungstechnik“, heißt es bei der Kammer. Lebhafte Geschäfte würden auch der Fahrzeugbau und der Maschinenbau melden. Die Branchen seien auf einem guten Weg, die Einbußen des vergangenen Jahres wieder aufzuholen. Etwas verhaltener werde dagegen die Lage in der Gummi- und Kunststoffindustrie, in der Elektroindustrie, im Stahlbau, in der Ernährungsindustrie, in der Bauwirtschaft und in den baunahen Industriebranchen eingeschätzt. In der Stahlindustrie bleibe die Lage im Großen und Ganzen angespannt, wobei jene Bereiche, die für die Automobilindustrie tätig seien, vergleichsweise gut ausgelastet seien. Über alle Branchen gerechnet sei der Umsatz der Saarindustrie in den ersten fünf Monaten 2014 um 6,9 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum gestiegen (Bund plus 2,8 Prozent).

„Mit Blick auf die kommenden Monate sind die Unternehmen weiter zuversichtlich“, schreibt die IHK weiter. Insgesamt rechnen 13 Prozent der Betriebe mit besseren und sechs Prozent mit schlechteren Geschäften. Die verbleibenden 81 Prozent erwarten eine gleich bleibende Entwicklung.

„Nach dem guten Jahresstart ist die Saarwirtschaft weiterhin auf Aufholkurs“, meint IHK-Hauptgeschäftsführer Volker Giersch. „Wir sehen deshalb gute Chancen, dass unsere Wirtschaft – nach zwei Minus-Jahren beim Bruttoinlandsprodukt – im laufenden Jahr wieder etwas stärker wachsen wird als die Wirtschaft deutschlandweit. Insgesamt halten wir für 2014 ein Saarwachstum von rund 2,5 Prozent für möglich und wahrscheinlich, wenn die Weltwirtschaft weiter anzieht“, bilanziert Giersch. red/low

Von Lothar Warscheid

Der Konjunkturhorizont in Deutschland trübt sich weiter ein. Die politischen Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten hinterlassen ihre Bremsspuren. Auch wenn die Wirtschaft an der Saar noch gut läuft, werden auch die stark am Export orientierten Unternehmen diese Entwicklung bald spüren. Vor allem große Schwellenländer wie Russland, Brasilien, Indien oder die Türkei haben mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Die Investitionserwartungen der vergangenen Jahre haben sich nicht erfüllt, auch wenn alle diese Märkte riesig sind. Dennoch hakt es dort immer noch an einer verlässlichen Verwaltung, auch die Rechtssicherheit lässt gelegentlich zu wünschen übrig. Das Risiko für Investitionen in diesem Teil der Welt bleibt daher hoch. Recht gut läuft es derzeit nur in traditionellen Industrieländern der nördlichen Halbkugel. In den USA zieht die Nachfrage an und auch in Südeuropa scheint sich die Lage zu stabilisieren. Weltweiter Optimismus wird erst wieder erwachen, wenn die Krisen-Regionen befriedet sind. Das kann allerdings noch länger dauern.

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