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Inklusion: Geplante Umsetzung sorgt im Saarland weiter für Kritik

Der Gesetzentwurf der großen Koalition aus CDU und SPD sieht vor, die Inklusion ab dem Schuljahr 2014/15 an allen Grundschulen, ab 2016/17 an weiterführenden Schulen und ab 2018/19 an beruflichen Schulen einzuführen. Förderlehrer sollen dazu künftig fest einer Regelschule zugeteilt werden.

Kritisiert wurde gestern erneut, dass es für die erste Umsetzung an den insgesamt 162 Grundschulen nicht mehr als 105 Förderschullehrer geben soll. Befürchtet wird zudem, dass es angesichts der geplanten Streichung von 588 Lehrerstellen bis zum Jahr 2020 auch bei der Inklusion an weiterführenden Schulen zu personellen Engpässen kommen könnte. Für inklusive Klassen wird zudem ein niedrigerer Klassenteiler gefordert. Auch wurde bei der Anhörung gestern eine bessere Kommunikationspolitik des Bildungsministeriums angemahnt. Insbesondere Eltern und Schulträger fühlen sich nicht ausreichend informiert.

Als Schulträger sehen sich die saarländischen Städte und Gemeinden sowie die Landkreise darüber hinaus nicht in der Lage, den Umbau zur Barrierefreiheit an allen Schulen zu finanzieren. Für Ex-Bildungsminister Klaus Kessler (Grüne) stellte sich nach der Anhörung erneut die „Frage, ob die Inklusion in dieser Geschwindigkeit und bei der geplanten Personalausstattung erfolgreich umgesetzt werden kann“. Die CDU-Landtagsabgeordnete Gisela Rink verteidigte den Gesetzentwurf: „Es ist ja nicht so, dass die Inklusion von null auf 100 eingeführt wird.“ Denn schon heute würden landesweit rund 60 Prozent der Kinder mit Förderbedarf an einer Regelgrundschule unterrichtet. Rink erinnerte zudem daran, dass Eltern behinderter Kinder ein Wahlrecht haben, ob dieses eine Förder- oder eine Regelschule besuchen soll. Denn Förderschulen soll es weiterhin geben.

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