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Irrläufer: 15.000 neue Mülltonnen sind falsch aufgestellt worden

Bei der Aufstellung neuer Müllgefäße im Saarland machen dem EVS 15.000 Irrläufer Probleme. Ursache für die falsch aufgestellten Abfalltonnen seien mangelhafte, aus den Gemeinden angelieferte Daten.

Saarbrücken. Bei der Verteilung der neuen Mülltonnen im Saarland, die für die Umstellung des ab Jahreswechsel gültigen Gebührensystems erforderlich sind, kommt der Entsorgungsverband Saar (EVS) gut voran. Das haben die beiden EVS-Geschäftsführer Karl Heinz Ecker und Heribert Gisch gestern bei einer Pressekonferenz mitgeteilt.

Allerdings gibt es auch größere Probleme. So spricht der EVS bei der Auslieferung von rund 700.000 Müllgefäßen für Bio- und Hausmüll von rund 15.000 Irrläufern. Dieses Problem habe damit zu tun, dass die Kommunen dem EVS Daten zur Ermittlung der entsorgungspflichtigen Haushalte in Einzelfällen nicht korrekt übermittelt hätten.

40 Tonnen fürs Rathaus
In einer Kommune, so EVS-Chef Gisch, seien gar 40 Mülltonnen am Rathaus abgeliefert worden, weil die Adressen der entsprechenden kommunalen Immobilien wie Bürgerhäuser oder Schulen nicht separat übermittelt worden seien.
„Wir haben mit zahlreichen Hürden zu kämpfen“, ergänzte auch EVS-Geschäftsführer Ecker.

Dreh- und Angelpunkt für einen erfolgreichen Austausch der Müllgefäße seien die Immobiliendaten, die der EVS von den betreffenden 45 Gemeinden erhalten habe. Wörtlich heißt es dazu beim EVS: „Unstimmigkeiten im Datenbestand – beispielsweise gesondert veranschlagte Neubaugebiete, nicht registrierte Eigentümerwechsel oder nachträglich erfolgte Änderungen von Straßennamen und Hausnummern führen im großen saarlandweiten EVS-Datenarchiv zu Fehlbestückungen oder dazu, dass Müllgefäße nicht abgeholt werden.

Wo Hausnummernzusätze wie 33a, b oder c fehlen, gelangen neue Tonnen zwangsläufig zur Stammnummer 33, während die anderen Anwesen leer ausgehen.“ Unter anderem sei auch festgestellt worden, dass man in einer Gemeinde die Biomülltonnen seit einem Feldversuch im Jahr 1994 zur Gebührenerhebung veranlagt habe.

Kooperation mit Lothringen
Ferner stelle man fest, dass mancher Haushalt angesichts des Austauschs der Mülltonnen ein kleineres Entsorgungsefäß beantrage. Gisch: „Daran sehen wir, dass sich die Leute im Moment bewusster mit Abfallfragen auseinander setzen.“ Gleichzeitig wiesen die EVS-Geschäftsführer darauf hin, dass die Kooperation der Müllentsorgung mit dem benachbarten Lothringen intensiviert werden solle.

Während das Saarland Hausmüll aus Lothringen in der Verbrennungsanlage von Neunkirchen übernehmen könnte, sei eine Verwertung von saarländischem Biomüll in Forbach denkbar. Dort entstehe eine entsprechende Anlage, während die Vergärung in Lockweiler geschlossen werden soll.






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