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Ja zu Saar-Produkten: Hartmann besucht „Eichelberger Hof“ in Ommersheim

Etwa 85 Millionen Liter Milch produzieren die rund 14 000 Kühe saarländischer Milchbauern pro Jahr. 96 Prozent der erwirtschafteten Milch landen in Großmolkereien außerhalb des Saarlandes.

Etwa 85 Millionen Liter Milch produzieren die rund 14 000 Kühe saarländischer Milchbauern pro Jahr. 96 Prozent der erwirtschafteten Milch landen in Großmolkereien außerhalb des Saarlandes.

Ommersheim. Etwa 85 Millionen Liter Milch produzieren die rund 14 000 Kühe saarländischer Milchbauern pro Jahr. 96 Prozent der erwirtschafteten Milch landen in Großmolkereien außerhalb des Saarlandes. Ein Bio-Betrieb, der es sich zum Ziel gesetzt hat, regionale Milch auch in der Region zu vermarkten, ist die Bliesgau-Molkerei „Eichelberger Hof“ in Ommersheim. Dort startete Wirtschaftsminister Christoph Hartmann (FDP) gestern mit der fünfteiligen Veranstaltungsreihe „Aus der Region für die Region“. Zusammen mit den Landwirten sollen dabei Chancen und Möglichkeiten der regionalen Vermarktung ausgelotet werden.

Globus: Bio-Milch aus Ommersheim ab Herbst

230 Milchbauern gibt es im Saarland, davon sieben Bio-Betriebe. Knapp über 50 Landwirte kamen der Einladung des Wirtschaftsministers nach. Neben einer Besichtigung der Molkerei stand eine Podiumsdiskussion auf dem Programm. Auf dem Podium saßen neben Hartmann auch Werner Wack, Mitinhaber der Molkerei, der Soziologe-Professor Olaf Kühne, Burkhard Schmidt vom mittelständischen Einzelhandel sowie Michael Impfling, Geschäftsführer des Globus-Warenhauses in Saarlouis. Letzterer hatte gleich zu Beginn eine gute Nachricht für die Bliesgau-Molkerei. Denn ab Herbst wird Globus unter seiner Eigenmarke Bio-Milch aus Ommersheim vermarkten und verkaufen. Sowohl Ipfling als auch Schmidt, der zudem Inhaber eines Edeka-Marktes ist, signalisierten, dass ihre Häuser auf regionale Produkte setzen. Und damit liegen sie im Trend, wie Olaf Kühne zuvor aufzeigte. „Kunden haben Sehnsucht nach Lokalität, nach Heimat“, sagte der Soziologe.

Die regionale Vermarktung von Bio-Milch läuft also an, aber was ist mit konventioneller Milch? Hierzu erklärte Werner Wack, mit interessierten Landwirten das Gespräch zu suchen. „Bio-Milch muss für uns kein Alleinstellungsmerkmal bleiben“, sagte er. 1,5 Millionen Liter Bio-Milch werden in seinem Betrieb dieses Jahr voraussichtlich veredelt. Wack zahlt den Biobauern 35 Cent pro Liter – 31 Cent für die Milch, vier Cent als Bioaufschlag. Hartmann ergänzte, aus Sicht des Wirtschaftsministeriums „alles in der Macht stehende zu tun“, um Milch aus der Region für die Region besser vermarkten zu können.

© WhatsBroadcast
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