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Jeder Dritte arbeitet 45 Stunden und mehr

Überlange Arbeitszeiten sind für viele Beschäftigte in Deutschland die Regel. Das geht aus einer gestern veröffentlichten Befragung des Deutschen Gewerkschaftbundes (DGB) hervor. Demnach arbeitet jeder dritte Vollzeitbeschäftigte 45 Stunden in der Woche oder mehr. Etwa jeder Sechste arbeite sogar mehr als 48 Stunden und überschreite damit die im Arbeitszeitgesetz festgelegte maximale Wochenarbeitszeit, heißt es in der Studie.

Wegen der zahlreichen Überstunden kämen nicht nur Familie und Freunde zu kurz, sondern auch die körperliche und mentale Regeneration. Von allen Beschäftigten arbeiten laut Studie 60 Prozent regelmäßig länger, als es in ihrem Arbeitsvertrag vereinbart ist. Große Unterschiede gibt es dabei je nach Branche: Während im Hotel- und Gaststättengewerbe 63 Prozent der Vollzeitbeschäftigten regelmäßig Überstunden machen, sind diese in der Finanz- und Versicherungsbranche eher die Ausnahme. Frauen sind seltener von überlangen Arbeitszeiten betroffen, weil sie häufiger in Teilzeit arbeiten.

Wer mehr als 45 Stunden die Woche am Arbeitsplatz verbringt, steht der Umfrage nach oft unter Zeitdruck. 70 Prozent der Befragten, die überlang arbeiten, gaben an, sich sehr häufig gehetzt zu fühlen. Bei den Beschäftigten, die 35 bis 44 Stunden pro Woche arbeiten, stehen 49 Prozent unter Zeitdruck.

Nach Ansicht von DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach arbeiten viele Bundesbürger nicht freiwillig länger. Sie sprach sich daher für eine Stärkung der Arbeitnehmer aus: „Wir brauchen neue Regeln, damit die Beschäftigten ihre Arbeitszeit flexibel und selbstbestimmt gestalten können.“ Für DGB-Landeschef Eugen Roth zeigt die Studie die Notwendigkeit von „sauberen Arbeitsverträgen mit klar geregelten Zeiten“ sowie die Wichtigkeit von gesetzlich garantierter Mitbestimmung. Würden Überstunden systematisch verlangt, drohe die Gefahr von Ausbeutung und versteckten Lohnkürzungen, sagte Roth der SZ.  
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