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Joachim Löw zurückgetreten: Wie geht es weiter?

Saarlouis. Wie geht es bei den Basketballern des TV Saarlouis weiter? Am späten Dienstagabend trat auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der Abteilung der komplette Vorstand geschlossen zurück: Neben Abteilungsleiter Dieter Kirsch auch die Vorstandsmitglieder Joachim Löw, Andreas Edelbluth, Horst Sommerfeld, Jörg Schneider, Jürgen Heisel und Benedict Schmit.

Nicht mehr bereit, für den Verein ehrenamtlich zu arbeiten

Hintergrund ist die Situation bei der Royals-Damenmannschaft. Die „Royals GmbH und Co. KG“ wickelte seit einigen Jahren den Spielbetrieb der Damen-Bundesligamannschaft für den Verein ab. Einige Gesellschafter der GmbH – unter anderem Kirsch – arbeiteten auch im Abteilungsvorstand mit. Daran hatte sich bis heute, bis auf ein paar personelle Wechsel, nichts geändert.

Nun wurde dem TV Saarlouis von der Damen-Basketball- Bundesliga (DBBL) in erster Instanz die Lizenz für die Bundesliga verweigert. Der Grund: die hohe Verschuldung der GmbH. Der Fall ging vor das Schiedsgericht der Liga. Dieter Kirsch ist sicher, dass die Entscheidung des Gerichts nach Überarbeitung der Unterlagen positiv ausgefallen wäre. Umso mehr erzürnte er sich über das weitere Vorgehen des Vereins. Denn dieser wartete diese Entscheidung nicht ab, sondern schloss „ohne uns vorher zu informieren einen Kompromiss mit der DBBL“, so Kirsch.

Gleichzeitig versichert er, dass die „Überschuldung zum 31. Mai durch Gelder und Bürgschaften aus dem Vereinsumfeld auf Null zurückgeführt wurde“. Der Vorsitzende des Hauptvereins, Werner Fink, räumte allerdings ein, „dass die Verschuldung immer noch bestand“. Er erklärte weiter: „Aus rein wirtschaftlichen Aspekten und aus dem Anspruch heraus, weiter Basketball auf diesem Niveau zeigen zu können, haben wir einen Kompromiss mit der DBBL geschlossen.“ Inhalt der Einigung: Der Verein erhält die Lizenz, aber nur unter der Bedingung, dass er diese nicht an die Royals GmbH, sondern entweder selbst verwaltet oder an eine andere GmbH vergibt. „Das war ein riesiger Vertrauensbruch und der Grund, warum wir nicht mehr bereit sind, für den Verein ehrenamtlich tätig zu sein“, sagt Kirsch. Nun ist der Verein in der Pflicht, einen neuen Abteilungsvorstand zu finden, der den Spielbetrieb weiterführt. Bis dahin übernimmt der Hauptvorstand die Aufgabe des Abteilungsvorstands.



Für die 14 Mannschaften (davon neun Jugendteams) ändert sich zunächst nichts. Bis nach den Sommerferien wird der Trainingsbetrieb auf jeden Fall weiterlaufen. Auf der Versammlung wurde auch klar, dass der zurückgetretene Vorstand überlegt, einen neuen Verein zu gründen. „Wie das genau ablaufen soll, wissen wir noch nicht“, räumt Kirsch ein. „Mir wäre es lieber, wenn der Verein intern einen Weg finden würde.“


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