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Karfreitag ist wieder Kässchmier-Essen in Oberlimberg

Lecker Kässchmier: An Ostern wird in Oberlimberg wieder gebrotzeitet.

Lecker Kässchmier: An Ostern wird in Oberlimberg wieder gebrotzeitet.

Wallerfangen-Oberlimberg. Was einst mit einer Stärkung für Pilger begann, hat sich im 130-Seelen-Örtchen Oberlimberg in der Gemeinde Wallerfangen an Karfreitag zu einem Treffpunkt für Tausende Besucher entwickelt. Fürs traditionelle „Kässchmieressen“ hat der Ortsinteressenverein 120 Kilo Quark, Zwiebeln, Kräuter und 26 Bauernbrote jedes einzelne knapp fünf Kilo schwer, geordert.

Ehrenamtliche Helfer des Ortsinteressenvereins stehen in der Küche der alten Schule parat, um die einfache, aber heiß begehrte Kost zuzubereiten.Der knapp zwei Kilometer lange Herrgottsweg hoch zur Kapelle hat noch heute für Pilger Tradition. Der Kreuzweg führt quer durch den Wald des 340 Meter hohen Limbergs.

Andere wiederum nutzen den drei Kilometer langen asphaltierten Anstieg, um von Wallerfangen aus direkt nach Oberlimberg zu wandern nicht selten mit einem Ziehwägelchen bestückt. Wer den Berg nicht zu Fuß erklimmen will, fährt über Gisingen zum Gauörtchen, muss allerdings das Auto vor dem Ortsschild am Straßenrand oder auf Feldwegen abstellen. „Wir haben die Parkplätze mit roten Bändern ausgewiesen“, erklärt Karl Marschand, der Vorsitzende des Ortsinteressenvereins. Die meisten Besucher nutzen diese Gelegenheit, was nicht selten zu Verkehrsproblemen führt. Aber die Menschen aus dem Saar-Lor-Lux-Raum nehmen das in Kauf, weil die Lust auf die Kässchmier eben überwiegt.

Als Alternative zum Quarkbrot wird es „Grumbeerkiechelcher“, also Kartoffelpuffer geben, die der Ortsinteressenverein als Alternative zum Quarkbrot anbietet. 350 Kilo Kartoffeln, 300 Eier, Zwiebeln und Gewürze bereiten die Helfer zu. „Es ist schon Wahnsinn, was aus einer einfachen Pilgerwanderung mit Stärkung geworden ist“, sagt der Vorsitzende Karl Marschand.

An Karfreitag darf keine Musik gespielt werden. Und so lassen sich die Besucher bei schönem Wetter auf den Wiesen nieder, verbreiten Picknick-Stimmung. Und während der Ortsinteressenverein gegen 17 Uhr den Feierabend einläutet, bleiben vor allem junge Menschen bis in den Abend hinein noch am Stand des Gastronomen stehen. hth


© WhatsBroadcast
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