B268 Saarbrücken Richtung Losheim in Höhe Stausee Losheim Gefahr durch Gegenstände auf der Fahrbahn (18.10.2018, 18:03)

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Klarenthaler Axt-Mord: Richter analysieren Liebesleben der Angeklagten (31)

Saarbrücken. Am dritten Tag im Indizienprozess gegen eine 31 Jahre alte Frau, die ihren Lebensgefährten Knut J. aus Habgier mit einer Axt erschlagen haben soll, ging es gestern vor dem Schwurgericht um das Motiv für die Bluttat. Dabei hörten die Richter die diversen Partner der zweifachen Mutter als Zeugen.

Sie hatte wohl zur Tatzeit Beziehungen mit drei Männern gleichzeitig


Nach deren Aussagen sieht es so aus, als habe die zweifach geschiedene Frau, die sämtliche Vorwürfe der Anklage zurückweist, zur Tatzeit Beziehungen zu drei Männern unterhalten. Einer von ihnen war ein langjähriger Freund, der die von Hartz IV lebende Frau auch finanziell unterstützte.

Der erste Mann ist von Beruf Handwerker

Der Handwerker traf sie mehrfach in der Woche zum Kaffee, zum Essen oder zum Kino. Er machte sich womöglich Hoffnungen auf mehr, aber da lief nicht mehr als diese Treffen, die nie länger dauerten als 90 Minuten. Und weil die Frau, für die er ein „Gentleman“ war, immer Geld brauchte, gab er ihr jeweils 20 bis 50 Euro. Er war zur Tatzeit zu Hause und sah fern.

Der zweite Mann ist ein Akademiker

Der zweite Mann im Leben der Angeklagten war zur Tatzeit weit weg. Er ist ein ganz anderer Typ – ein Akademiker, mit dem die 31-Jährige sich in größeren Abständen in Nobelhotels traf. Eine klassische sexuelle Affäre mit offenen Karten.

Der dritte Mann Knut J. ist erschlagen worden


Der dritte Mann war Knut J. (47) – ein bodenständiger Familienvater in Scheidung. Er bot der Angeklagten ein Familienleben mit ihren und seinen Kindern sowie ein geregeltes Einkommen von 5000 Euro im Monat. Beide wollten heiraten, er setzte sie als Alleinerbin ein. Und am 1. Oktober 2009 wollten alle gemeinsam in ein großes Haus in Frankreich ziehen. Doch in der Nacht zuvor wurde der schlafende Knut J. auf der Terrasse des von der Angeklagten gemieteten Hauses im Liegestuhl erschlagen. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft war die Angeklagte die Täterin. Warum sie ihn ermordet haben soll, konnte gestern jedoch keiner der Zeugen erklären. Der Prozess wird fortgesetzt. wi


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