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Körperverletzung: Messerstecher muss in den Knast

Wegen gefährlicher Körperverletzung hat das Landgericht gestern einen jungen Luxemburger zu einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt und in eine Entziehungsanstalt eingewiesen.

Saarbrücken/Wadern. Diese Situation kommt häufiger vor: Fastnachtstrubel in einer Gaststätte, ein angetrunkener Gast belästigt die Bedienung, er wird vor die Tür gesetzt. Allerdings kam ein junger Luxemburger an Fastnachtsonntag in Wadern-Büschfeld voller Wut zurück. Aus Rache über die erlittene Schmach stürzte er mit einem Messer auf den Wirt los.

Zwei Promille im Blut

Der Täter, ein 24-jähriger Luxemburger kam glimpflich davon. Das Landgericht verurteilte ihn zu einer dreieinhalbjährigen Freiheitsstrafe und Unterbringung in einer Entziehungsanstalt. Seit seinem zwölften Lebensjahr nimmt er Drogen, bei der Tat hatte er über zwei Promille Blutalkohol. Die belästigte Bedienung war die Tochter des Wirtes, der Mann, der ihn vor die Tür setzte, war der Wirt. Dass wusste der Täter aber nicht.
Der Prozess war in mancherlei Hinsicht ungewöhnlich. Vor Beginn der Plädoyers überreichte der Verteidiger dem Opfer einen Betrag von 2000 Euro als Anzahlung auf den Schadenersatz. Die Mutter des Angeklagten saß im Zuschauerraum und kramte den Betrag aus ihrer Handtasche.



Umfassendes Geständnis

In seinem Plädoyer – vier Jahre und acht Monate – wandte sich der Oberstaatsanwalt an den Verteidiger: „Ich ziehe symbolisch vor ihnen den Hut“, sagte der Oberstaatsanwalt, weil der Verteidiger den Angeklagten dazu bewogen habe, ein umfassendes Geständnis abzulegen. Erst dadurch sei eine gerechte Würdigung des Tathergangs möglich gewesen. Der Oberstaatsanwalt rückte vom versuchten Totschlag ab und ging von gefährlicher Körperverletzung aus. jht
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