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Lafontaine: Land muss Saargummi helfen

Saargummi in der Krise: Oskar Lafontaine fordert vom Land konkrete Unterstützung

Saargummi in der Krise: Oskar Lafontaine fordert vom Land konkrete Unterstützung

Wadern. Der Vorsitzende der Linken-Fraktion des Landtags, Oskar Lafontaine, hat gestern die Landesregierung aufgefordert, eine „Beteiligung an Saargummi ins Auge zu fassen“. „Wir müssen an die Eigentümerstruktur ran“, sagte Lafontaine und bezeichnete den Besitzer, den Finanzinvestor Odewald & Compagnie, als „Heuschrecke“, die nur die Rendite, aber nicht den Erhalt des Standorts Wadern-Büschfeld im Blick habe. Ministerpräsident Peter Müller (CDU) solle das Thema zur „Chef-Sache“ machen und dürfe es „nicht dem Wirtschaftsministerium überlassen, das nicht genügend Ehrgeiz aufgebracht hat“, eine Lösung für den Erhalt der laut Betriebsrat über tausend Arbeitsplätze zu finden, sagte Lafontaine.

Christoph Hartmann (FDP) verwies darauf, dass das Land mit seinen 25 Millionen Euro schweren Hilfen für Saargummi „an die Grenze des Möglichen gegangen ist“. Die Forderung nach einer Landesbeteiligung verwarf er als „nicht seriös“. Das EU-Beihilferecht stehe dem entgegen. Außerdem sei eine Beschränkung auf ein Unternehmen willkürlich. Dann müsse das Land alle von Insolvenz bedrohten Firmen kaufen – ein Ding der Unmöglichkeit.

Management und Betriebsrat von Saargummi verhandeln derzeit über einen Sanierungstarifvertrag, der laut der Arbeitnehmervertretung Lohneinbußen von 20 Prozent vorsieht. Zugleich sollen mehrere hundert Arbeitsplätze abgebaut und Unternehmensteile verkauft werden. mzt

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