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Landtagswahl-Umfrage: Von Wechselstimmung keine Spur

Annegret Kramp-Karrenbauer und Anke Rehlinger.

Annegret Kramp-Karrenbauer und Anke Rehlinger.

Die Landtagswahl am 26. März rückt näher und dem jüngsten „Saarland-Trend“ des SR zufolge stehen die Chancen für die CDU gut, während die SPD in der Wählergunst weiter abrutscht. In der Umfrage liegt die CDU bei 38 Prozent – ein Plus von vier Prozentpunkten im Vergleich zum letzten „Saarland-Trend“ im Mai 2016. Drei Viertel der Befragten bescheinigen Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer ( CDU ) zudem gute Arbeit (+5).

Die SPD verliert hingegen drei Prozentpunkte und steht nur noch bei 26 Prozent. Die Spitzenkandidatin der SPD , Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger , konnte bei den Zufriedenheitswerten zwar auch fünf Punkte zulegen, liegt mit 57 Prozent aber deutlich hinter der Regierungschefin zurück.

Der Abstand zwischen CDU und SPD liegt mit zwölf Prozent noch höher als bei vorangegangenen Umfragen der Institute Forsa für „Forum“ (November) und Insa für „Bild“ (Januar) , wo er jeweils elf Prozent betrug. Bei der Landtagswahl 2012 waren es nur 4,6 Prozent.

 

Für Rot-Rot-Grün würde es – anders als im letzten „Saarland-Trend“ – nicht mehr reichen. Und die Wähler wollen das offenbar auch nicht: 71 Prozent der Befragten lehnen Rot-Rot-Grün ab. Mit 60 Prozent (+5) spricht sich eine Mehrheit für die Fortsetzung der großen Koalition aus.

Die CDU , die sich schon früh eben dazu bekannt hatte, sieht sich durch die Umfrage in ihrem Kurs bestätigt: Sie zeige, dass die Saarländer weitere fünf Jahre „eine solide arbeitende Landesregierung“ mit Kramp-Karrenbauer an der Spitze wollten, sagt CDU-Generalsekretär Roland Theis . Sie sei Ansporn, am 26. März „für klare Verhältnisse zu sorgen“, damit man „am Ende keine rot-rot-grünen Überraschungen erleben“ müsse.

Die SPD versucht das schlechte Abschneiden zu relativieren: Die Zahlen seien nur „eine Momentaufnahme in dynamischen Zeiten“, sagt SPD-Generalsekretärin Petra Berg . Der Wahlkampf fange erst an. „Ohne die SPD ist keine Regierung zu machen“, betont sie.

Zum Zeitpunkt der Erhebung stand noch nicht fest, dass Martin Schulz für die SPD als Kanzlerkandidat antritt. Davon erhofft sich die Saar-SPD nun bis zur Landtagswahl in zwei Monaten noch Aufwind. Mit Schulz habe man „genau den richtigen Kanzlerkandidaten“, so die Generalsekretärin. Auch der Politikwissenschaftler Karl-Rudolf Korte hält es für möglich, dass die Saar-SPD davon profitieren kann. Die Wähler unterschieden nicht mehr wirklich zwischen Landtagswahl oder Bundestagswahl, so Korte. Dass Kramp-Karrenbauer so gut abschneidet, hält Berg für ein Verdienst der SPD : Die Ministerpräsidentin ernte „vor allem die Lorbeeren der guten Arbeit der SPD in der Regierung“. Auf einen Koalitionspartner will sich die Partei nach wie vor nicht festlegen. „Der Saar-SPD wird es immer darauf ankommen, mit wem inhaltlich die größte Schnittmenge zu erzielen ist“, sagt Berg.

Als einzige Partei neben der CDU kann die Linke in der Umfrage ein Plus verzeichnen: Sie steigt in der Wählergunst auf 14 Prozent (+2). Aufwind dürfte der Partei auch der Entschluss von Oskar Lafontaine , nochmal zu kandidieren, gegeben haben. Linken-Chefin Astrid Schramm hält Rot-Rot-Grün weiterhin für möglich. Die Umfrage sei nur eine „Momentaufnahme“: „Das kann in zwei Monaten ganz anders aussehen.“ Die Grünen würden den Einzug in den Landtag mit fünf Prozent (-2) knapp schaffen, die FDP würde mit vier Prozent (+/-0) an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Die AfD hat zwei Prozentpunkte verloren, der Sprung ins Parlament würde ihr mit neun Prozent aber gelingen. Die Piraten, die derzeit noch im Landtag vertreten sind, tauchen in der Umfrage nicht mehr auf.

Grünen-Chef Hubert Ulrich sieht die leichten Verluste seiner Partei vor allem dem Bundestrend geschuldet. Die Bundespartei war in Umfragen Anfang des Jahres ebenfalls abgerutscht. Er blicke der Landtagswahl gelassen entgegen: Bei Umfragen gebe es immer eine „gewisse Streuung“. FDP-Chef Oliver Luksic zeigt sich zuversichtlich, den Sprung ins Parlament zu schaffen: Schließlich sei die FDP „in Schlagdistanz bevor der Wahlkampf überhaupt angefangen“ habe. Auch AfD-Landeschef Josef Dörr ist überzeugt, dass seine Partei bei der Wahl noch „ein paar Prozent mehr“ erreichen wird. Die Erfahrung aus anderen Bundesländern zeige, dass das Wahlergebnis der AfD immer besser sei als die Umfragen . Als „direkte Konkurrenz“ im Wahlkampf sieht er die Linke, die im Saarland mit dem „Schwergewicht“ Oskar Lafontaine besonders stark sei und für soziale Gerechtigkeit eintrete – laut Dörr auch Kernthema der AfD.

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