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Leinpfad an der Saarschleife wird erneut gesperrt

Von SZ-Redakteur Christian Beckinger

Mettlach. Der Leinpfad an der Saarschleife wird in Kürze erneut gesperrt: Der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) wird nach seiner Mitteilung von Freitag voraussichtlich in der 46. Kalenderwoche (Woche ab dem 14. November) mit den Arbeiten zur Ergänzung der Schutzeinrichtungen entlang der äußeren Saarschleife beginnen. Der dort verlaufende Leinpfad ist Bestandteil des saarlädischen Radwegenetzes und unterliegt daher der Verkehrssicherungspflicht des LfS. Betonriegel werden eingebaut

„Die geologischen Verhältnisse am Hang haben sich als problematisch erwiesen. Ein Felssturz hat am 28. April dieses Jahres die Nutzer des Pfades Gefahren ausgesetzt, denen nun wirksam begegnet werden muss“, teilt der Landesbetrieb mit. Im Bereich der durch den Felssturz entstandenen Ausbruchstelle bei Saar-Kilometer 34,6 sollen daher drei Betonschutzriegel mit Rückverankerung durch Felsnägel eingebaut werden. LfS-Sprecher Klaus Kosok: „Die vorgesehene Bauweise wird naturschutzrechtlichen Belangen weitestgehend Rechnung tragen. Zur Verringerung des Eingriffes in das Landschaftsbild und zur Minimierung des Spritzbetonbedarfs sollen die Riegel an der Basis der Felsrippe und damit unmittelbar auf der potenziellen Gleitebene hergestellt werden.“

Die Ausführung der Sicherungsarbeiten werde ohne den Einsatz von größeren Baugeräten im Hanggelände erfolgen. Die fünf bis sechs Meter breiten Riegel sollen nach Kosoks Worten durch eine farblich an die Umgebung angepasste Spritzbetonmischung und „eingespritzte“ Nagelköpfe hergestellt werden. „Sie werden sich in zirka 30 Meter Abstand vom Leinpfad recht unauffällig in das Landschaftsbild einfügen“, teilt der LfS-Sprecher mit. Während der zirka dreiwöchigen Bauarbeiten werde der Leinpfad aus Sicherheitsgründen ab dem Aufgang zur Cloef bis zur Schleuse Mettlach voll gesperrt. Die Nutzer des Weges werden auf den Leinpfad entlang der inneren Seite der Saarschleife umgeleitet.

Die ausgeschilderte Umleitungsstrecke erlaubt Erholungssuchenden damit einen nicht alltäglichen Blickwinkel auf die Cloef. Kosok: „Bei der Planung der Maßnahme hat der LfS die touristischen Interessen von Region, Gemeinde und lokaler Wirtschaft berücksichtigt. Die Ausführung der Bauarbeiten, die aus Sicht des Naturschutzes ab dem 1. Oktober zulässig gewesen wäre, wurde in die Zeit nach den Herbstferien und vor den Weihnachtsferien verschoben.“ In dieser Zeit werde die Saarschleife erfahrungsgemäß am geringsten frequentiert.

Der LfS beabsichtigt nach eigenen Worten, eine Sperrung des Leinpfades vor Beginn der Baumaßnahme zu vermeiden. Mit Blick auf die gutachterlich festgestellten Gefährdungspotenziale durch Frost- und Tauwetterwechsel könne aber eine vorherige Sperrung nicht ausgeschlossen werden. Klaus Kosok: „Der LfS wird daher kontinuierlich die Witterungsentwicklung beobachten und im Einvernehmen mit dem geologischen Gutachter über den Zeitpunkt der Sperrung entscheiden.“

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