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Letzte Saarmesse vor Übergabe startet morgen

Die 63. Saarmesse ist die letzte, die unter der Regie der Familie Grandmontagne stattfinden wird.

Die 63. Saarmesse ist die letzte, die unter der Regie der Familie Grandmontagne stattfinden wird.

Saarbrücken. Wenn Messe-Geschäftsführer Eric Grandmontagne morgen gemeinsam mit Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz und Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer die Saarmesse eröffnet, ist das auch ein Abschied. Denn die 63. Saarmesse ist die letzte, die unter der Regie der Familie Grandmontagne stattfinden wird.



Am 1. Juli wird die Stadt die Messegesellschaft von der Familie übernehmen – diese Vereinbarung ist das Ergebnis einer langen Auseinandersetzung zwischen Stadt und der Familie Grandmontagne. Bis zu diesem Übergang allerdings macht das Management nach Aussage von Mechtild Grandmontagne noch einen ganz normalen Job: „Für uns ist es nicht so, als würden wir unsere letzte Saarmesse veranstalten“, sagt sie. „Wir gehen mit dem gleichen Elan an die Planung wie immer.“ Auch bei den Ausstellern sei trotz des bevorstehenden Wechsels keine Verunsicherung zu spüren: „Es kommen zwar Nachfragen, aber das Vertrauen in den Messeplatz ist weiter gegeben.“

Die letzte Messe sei durchaus erfolgreich, sagt Mechtild Grandmontagne: „Wir sind ausgebucht und können auch noch einmal etliche Neuigkeiten auf dem Gelände zeigen“, sagt sie. Auch gingen bereits Buchungen für die Herbstmessen ein. „Wir übergeben eine gesunde Messe.“

Über die Zukunft nach dem 1. Juli allerdings schweigen sich die Beteiligten beharrlich aus. So ist weiter unklar, wie sich die Messe Berlin zukünftig in Saarbrücken einbringen wird. Seit Monaten verhandelt die Stadt Saarbrücken mit Berlin über eine Kooperation. Das Thema sei für die Messe Berlin sehr interessant und eine zuversichtliche Stimmung durchaus berechtigt, sagt Michael Hofer, Sprecher der Berliner Messe. Ob Berlin aber in Zukunft als Messeveranstalter oder sogar als Teilhaber einsteigen könnte, ist noch völlig offen.

Offen ist auch die Frage, wo die Messe in Zukunft stattfinden wird, ob auf dem alten Messegelände, neben der Congresshalle, oder sogar an anderen Standorten. „Es sind im Moment alle Optionen in der Wagschale“, sagt ein an den Planungen Beteiligter. Aktuell werde diskutiert, in welchem Rahmen die bisherigen Messen weiterlaufen und welche neuen Messen am Standort denkbar sind.

Robert Mertes, Sprecher der Stadt Saarbrücken, verweist darauf, dass jetzt auch die Frage geklärt werden muss, wie sich das Land einbringt. Ab kommender Woche sollen die Gespräche dazu mit dem Land intensiviert werden. Der zurzeit für die Wirtschaft zuständige Staatssekretär Gerhard Wack will sich nicht dazu äußern. Sein Vorgänger, Joachim Kiefaber, hatte aber auch eine mögliche Beteiligung des Landes an der Saarmesse ins Gespräch gebracht. Angesichts der Pläne, die Messe in Zukunft enger mit der Congresshalle zu verzahnen, wäre hier auch eine entsprechende Beteiligung denkbar. So wäre es beispielsweise möglich, die Messe mit der Congressgesellschaft CCS zusammenzulegen. An der CCS ist das Land mit 80 Prozent, die Stadt Saarbrücken mit 20 Prozent beteiligt. „Wir gehen davon aus, dass das Land mit einsteigt“, heißt es jedenfalls aus Kreisen der Stadt.

Schon bald sollen die Pläne konkret werden. Im Mai soll der Übergang der Messe Thema im Stadtrat sein, und spätestens zum Juli soll auch feststehen, in welcher Form die Messe Berlin im Saarland aktiv wird. „Im Sommer wissen wir mehr“, sagt der Messe-Berlin-Sprecher.

Hintergrund

Morgen eröffnet die Saarmesse, die bis zum Sonntag, 22. April, auf dem Messegelände stattfindet. Die Grußworte halten Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz und Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer.
Die Messe ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, am Donnerstag bis 20 Uhr.
Erwachsene zahlen 7,50 Euro Eintritt, bei Vorlage eines Saar-VV-Tickets reduziert sich der Eintritt auf 3,70 Euro, Schüler und Studenten zahlen 4,50 Euro (mit Saar-VV-Ticket: 2,20 Euro). Ab 16 Uhr gibt es ein „Last-Minute-Ticket“ für 5,50 Euro.  red


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