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Makaber: GEZ schreibt toten Püttlinger an

Püttlingen. „Sie verdienen bereits eigenes Geld und halten im Haushalt Ihrer Eltern Rundfundgeräte zum Empfang bereit?“, fragt die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) Friedolin Blank in ihrem Anschreiben, um dessen Gebührenpflicht festzustellen. Das Makabere: Der Püttlinger ist bereits vor über 20 Jahren verstorben. Seine Witwe Martha Blank, die seitdem mit gleicher Anschrift auf ihren Namen bei der GEZ angemeldet ist, wandte sich daraufhin an die Saarbrücker Zeitung.

Wie kann das passieren?

Auf die Frage, warum solche Fälle, in denen Tote angeschrieben werden, immer wieder vorkommen, teilte Jürgen Gruhler, der Leiter der für das Saarland mit zuständigen Fachabteilung Rundfunkgebühren des SWR und der GEZ, mit: Die Organisation sei gesetzlich dazu verpflichtet, Gebühren von allen Rundfunk-Teilnehmern einzuziehen. Um diese Aufgabe zu erfüllen, würden regelmäßig alle Personen ab 18 Jahren angeschrieben, bei denen Unklarheit über den Umfang der Gebührenpflicht bestünde. Die dafür nötigen Daten erhalte die Behörde von den Einwohner-Meldeämtern. Zusätzlich sei die GEZ berechtigt, Adressen von großen Anbietern zum Zweck der Feststellung, ob ein Rundfunkteilnehmer-Verhältnis vorliegt, anzumieten. „Dabei kann es leider auch vorkommen, dass Adressen von verstorbenen Personen in diese Adressbestände einfließen. Dies bedauern die GEZ und wir natürlich sehr“, so Jürgen Gruhler. In solchen Fällen würde ein Hinweis der Betroffenen „schnell und unkompliziert“ helfen, den Fehler zu beseitigen.

Dem Vorwurf, fehlerhafte Anschreiben seien mit Kosten verbunden, die die Gebühren-Zahler aufbringen müssen, hält die GEZ entgegen: Solche Aktionen würden eine beachtliche Erfolgsquote in Form neu angemeldeter Rundfunk-Empfangsgeräte erzielen. „Jeder für das Mailing-Verfahren eingesetze Euro bringt 7,35 Euro an Gebührenerträgen für ein Jahr“, erklärt der Fachabteilungsleiter. mv

Den Tipp für diesen Artikel bekamen wir von Martha Blank aus Püttlingen. Wenn Sie auch Interessantes zu erzählen haben, wenden Sie sich per SMS/Fax an Tel. (06 81) 5 95 98 00 oder Mail an: leser-reporter@sol.de.

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