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Mark Waschkes Karriere begann in Neuweiler

Sulzbach/Berlin. Vor knapp 30 Jahren spielte er im Kindertheaterkreis in Neuweiler in „Max und Moritz“. Heute ist Mark Waschke an der renommierten Berliner Schaubühne und macht Karriere im Film. Spätestens seit der Rolle als Thomas Buddenbrook in der Literaturverfilmung „Die Buddenbrooks“ (auf dem Foto ganz links) kennt man den 1972 in Wattenscheid geborenen Schauspieler auch über die Grenzen des Theaters hinaus. Zuvor war Waschke bereits durch Fernsehauftritte in den Rosenheim-Cops, dem Fernsehfilm „Mitte 30“ oder im „Tatort“ aufgefallen. 2007 gab er sein Kinodebüt in Angela Schanelecs Film „Nachmittag“.

„Das war die erste interessante Aufgabe im Bereich Kino“, erzählt Waschke im SZ-Gespräch. Der heute 37-Jährige studierte an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin und stand bereits im letzten Studienjahr an der „Baracke“ des Deutschen Theaters Berlin unter Regisseur Thomas Ostermeier auf der Bühne. „Nach dem Studium schloss sich die Schaubühne direkt an“, sagt Waschke. Von 1999 bis 2008 gehörte er fest zum Ensemble. „Seit Sommer 2008 bin ich freischaffend, spiele aber noch Repertoirestücke“. Im Februar zum Beispiel in Falk Richters Stück „Unter Eis“.

Begonnen hat diese künstlerische Karriere in Sulzbach-Neuweiler. „Meine theatralen Anfänge waren der Kindertheaterkreis Neuweiler im Jahr 1981, ich spielte in Max und Moritz“, erinnert sich Waschke. 1980 war er ins Saarland gekommen. „Mein Vater hat bei den Bundesknappschaftskliniken gearbeitet. Damals hat er im Sulzbacher Krankenhaus eine Stelle angenommen. So kam ich im zarten Alter von acht Jahren aus dem Ruhrpott nach Bildstock“, sagt er. Die künstlerischen Ambitionen des Sohnes wurden zuhause gefördert. „Meine Eltern haben mich von klein auf unterstützt, da bin ich sehr dankbar, denn das war mein Weg. Mich auf der Bühne auszudrücken war etwas, was mir vieles erträglicher gemacht hat“, erinnert er sich. „Immerhin kam ich mit Ruhrpottdialekt ins Saarland, da war Theaterspielen ein guter Weg, aus meiner Sprache was zu machen.“

Der saarländische Boden ließ das Talent weiterkeimen: Dort spielte er in der Gruppe 63 mit Dieter Staerck, später stand er mit Willi Fries auf der Bühne. „Wir hatten mit der freien Theatergruppe Aldente mit ‚Cut kommt' im Jahr 1992 ein Gastspiel im Theater Überzwerg“, sagt der Bühnenkünstler. Auch heute noch pflegt er Kontakte in die alte Heimat: „Es gibt immer noch ein paar Leute im Saarland, mit denen ich telefoniere, außerdem lebt mein Vater noch dort“, sagt Waschke, der mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter in Berlin lebt. Die Hauptstadt brachte auch die notwendigen Kontakte, besonders vor und nach den „Buddenbrooks“: „Der Film hat mit Sicherheit eine andere Aufmerksamkeit gebracht, worüber ich sehr froh bin. Das hat andere Begegnungen und Rollen ermöglicht, das ist toll.“

Am 15. Januar bekam Waschke den Bayrischen Filmpreis als bester Hauptdarsteller für die Rolle in „Habermann“. Und derzeit ist er schon wieder beim Filmdreh. „Im Moment bereite ich eine Kinoproduktion vor unter dem vorläufigen Titel ‚Der Brand' “, verrät er. „Da drehe ich von Mitte Februar bis Mitte März, und wir drehen auch ganz viel in der Nähe des Saarlandes“, sagt der Schauspieler lachend. Im Mai sind gleich zwei Fernsehfilme mit ihm zu sehen: Der Spielfilm „Wiedersehen mit einem Fremden“ (ARD), und im Fernsehfilm „solange du schliefst“ spielt er an der Seite von Katharina Böhm (Sendetermine stehen noch nicht fest). Vielleicht führen Mark Waschke die Wege aber auch bald erneut ins Saarland: „Ein Abi-Kollege vom Rotenbühl-Gymnasium darf momentan ein Drehbuch für den Saarland-Tatort schreiben, ob das verfilmt wird, weiß man aber noch nicht.“ So oder so, was in Neuweiler mit „Max und Moritz“ begann, ist noch lange nicht beendet.

© WhatsBroadcast
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