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Max-Ophüls: „Der Albaner“ ist der Sieger-Film


Viele Dankesreden zeugten von ehrlicher Überraschung, gewonnen zu haben: Samira Radsi etwa, mit „Anduni – Fremde Heimat“ von der Defa-Stiftung ausgezeichnet, sei „schon längst am Bahnhof“ gewesen, als man ihr signalisiert habe, vielleicht doch noch nicht in den Zug zu steigen. Große Freude auch bei Peter Luisi, der mit seiner Komödie „Der Sandmann“ den Publikumspreis holte – schließlich war der Schweizer schon zum dritten und damit letzten Mal im Ophüls-Wettbewerb. Bei der Darstellerpreisträgerin Sarah Horváth musste man zeitweise eine freudige Ohnmacht befürchten, sie bedankte sich schließlich „bei allen Leuten, die mich kennen“. Selbiges tat Martin Busker, Jungfilmer mit Krawatte (ein seltener Anblick), ausdrücklich nicht: An seinem prämierten mittellangen Film „Halbe Portionen“ an der Filmakademie Baden-Württemberg hätten Dozenten bis zuletzt herumgemäkelt und ihn als „völlig misslungen“ bezeichnet. „Wir mussten viel einstecken“. Das geht Dokumentarfilmern oft genauso. Deshalb mahnte Doku-Juror und Regisseur Uli Gaulke: „Lasst Euch von Redaktionen, die Euer Stoff nicht interessiert, nicht abwimmeln. Macht einfach immer weiter.“ Und, etwas weniger ermutigend: „So ein Preis allein hilft da auch nicht viel.“

Dass indes der Name von Ministerpräsidenten-Preisträgerin Güzin Kar (für „Fliegende Fische müssen ins Meer“) nicht ganz korrekt ausgesprochen wurde, nahm sie gelassen.

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