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Medien-Unternehmen der Region helfen jungen Menschen bei der Berufsorientierung

Jan Hofer. Foto: Becker&bredel

Jan Hofer. Foto: Becker&bredel

„Irgendwas mit Medien“ umschreiben junge Leute vage ihren Berufswunsch, ohne genau zu wissen, welche Möglichkeiten die Branche bietet und wie die Arbeitswelt tatsächlich aussieht. Aus dieser Beobachtung heraus hat das Mediennetzwerk SaarLorLux, ein Zusammenschluss von rund 20 Medienunternehmen und Werbeagenturen in der Großregion, das Projekt „Media & Me – Backstage bei Medienberufen“ ins Leben gerufen.

„Ziel ist es, jungen Erwachsenen in sechs mehrtägigen Modulen über ein Jahr verteilt einen Einblick in verschiedene Medienbereiche zu geben, ihnen bei der Berufsorientierung zu helfen und grundlegende Fertigkeiten im Medienbereich unter professioneller Anleitung zu vermitteln“, sagte gestern der Vorsitzende des Mediennetzwerkes und Direktor der Landesmedienanstalt, Gerd Bauer. Oftmals kämen junge Menschen mit falschen Vorstellungen von der Medienwelt, hat Schirmherr Jan Hofer , Chefsprecher der ARD-„Tagesschau“, beobachtet: „Sie sind oft interessiert am Glamour und verkennen vollkommen, dass dieser Beruf ein sehr handwerklicher ist“, sagt Hofer und betont: „Ohne Herzblut geht es nicht. Man muss für den Beruf richtig brennen.“ Der Beruf des Journalisten habe Zukunft: „In einer Welt, in der jeder im Internet veröffentlichen kann, was er möchte, braucht es Journalisten , die diese vielen Quellen und Informationen verlässlich einordnen können“, sagt Hofer. Das Berufsbild werde vielfältiger, Journalisten von morgen müssten crossmedial aufgestellt sein, betonte SR-Intendant Thomas Kleist. „Es ist ein harter Job, wenn man ihn ernsthaft macht.“

Bis zum 11. März können sich saarländische, luxemburgische und belgische junge Erwachsene (die möglichst schon 18 sind), die Interesse an Medien, Journalismus und Marketing haben, für „Media & Me“ bewerben. „Entweder mit einem klassischen Bewerbungsschreiben oder einer kreativen Idee wie einem Video, einem Hörspiel oder einer Internetseite“, erklärt Bauer.

Eine Jury wählt anschließend 15 Teilnehmer aus. In den sechs Modulen lernen die Stipendiaten Interview- und Moderationstechniken, die Produktion von Radiobeiträgen, lernen bei saarländischen Medienhäusern – darunter auch der Saarbrücker Zeitung – Redaktionsabläufe und Lokalberichterstattung kennen und bekommen Einblick in die Grundlagen der Videoproduktion – von Bildaufbau bis Vertonung und Schnitt. Darüber hinaus stehen die Medienlandschaften in Luxemburg sowie der deutschsprachigen Gesellschaft Belgiens auf dem Programm. Ein Modul in Marketing und Medienrecht rundet das Programm ab. Zum Abschluss erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat, das ihnen bei einer möglichen Bewerbung für ein Volontariat Türen öffnen soll. Im ersten Jahr richtet sich das Projekt an den deutschsprachigen Nachwuchs. In den nächsten Jahren soll das Projekt auch für junge Franzosen geöffnet werden.

media-and-me.de

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