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Mehr Grippefälle als vorige Saison: Viren setzen Menschen in der Region stark zu

Eine Frau putzt sich ihre Nase.

Eine Frau putzt sich ihre Nase.

Wenn morgens nach dem Aufstehen plötzlich die Nase läuft, Kopf und Glieder schmerzen, ahnen Betroffene, dass sie eine Grippe erwischt hat. Also auskurieren oder sich zur Arbeit schleppen? Vor dieser Frage stehen momentan etliche Saarbrücker, denn die Krankheitswelle hat in dieser Saison so viele getroffen wie schon lange nicht mehr.

„Im Moment sind sehr viele Leute krank“, sagt Michael Ruppenthal, Hygieneinspektor beim Gesundheitsamt. Besonders machten den Saarbrückern die echte Virusgrippe und der Norovirus, eine schwere, aber meist kurze Durchfallerkrankung, zu schaffen.

 

 

 

 

Auch wenn der Trend an diesen Werten gut zu erkennen ist, vermutet Ruppenthal eine sehr hohe Dunkelziffer. Denn dem Gesundheitsamt werden nur Fälle gemeldet, in denen die Erkrankung durch eine Blutuntersuchung beim Arzt nachgewiesen wurde. „Aber es geht wegen Grippe oder Durchfall längst nicht jeder zum Arzt. Und außerdem wird dort bei weitem nicht immer Blut abgenommen“, erklärt Ruppenthal.

Angesichts dieser Zahlen zeigt sich Thomas Blug, Sprecher der Stadt Saarbrücken, überrascht: „Aus den Ämtern der Stadt melden sich momentan nicht mehr Leute krank als sonst.“ Auch eine Befragung der Krankenkassen ergibt, dass kaum mehr Leute zu Hause bleiben als in den vergangenen Jahren. Die AOK berichtet saarlandweit von einem Anstieg von sieben Prozent im Vergleich zum Januar 2016. Die IKK kann keinen nennenswerten Unterschied feststellen. „Der Januar ist aber generell ein strammer Monat für das Immunsystem“, sagt IKK-Sprecherin Kristin Schäfer. Bei den Attesten handele es sich überwiegend um Erkrankungen der oberen Atemwege. Schäfer macht aber eine weitere Beobachtung: „Im Vergleich zur ersten Januar-Woche hat sich die Zahl der Krankmeldungen pro Woche mittlerweile fast verdoppelt.“ Es ist also gut möglich, dass die Krankheitswelle gerade erst richtig in Fahrt kommt.

 

 

 

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