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Milder Winter: Pfälzer Landwirte sehnen frostige Tage herbei

Des einen Freud’ ist des andern Leid: Wohl bei kaum einer Angelegenheit trifft dies so sehr zu wie beim Wetter. Die seit Wochen ungewöhnlich milden Temperaturen kommen vielen Bürgern zupass. Klamme Finger und vereiste Scheiben waren diesen Winter selten, aktuell kann man, bekleidet mit einer Jacke, seinen Latte Macchiato sogar im Freien genießen, schließlich herrscht Frühling im Winter. Uwe Bißbort mag daran keinen Gefallen finden. Missmutig hat der Sprecher des Kreisverbandes der südwestpfälzischen Landwirte das Thermometer im Blick. „Das gefällt mir alles nicht“, stöhnt Bißbort.

„Der Boden muss bereit werden, damit man ihn im Frühjahr bearbeiten kann“, erklärt er. Die Landwirte sprechen davon, dass der Boden „reif“ werden muss; das könne er aber nur, wenn es ordentlich Bodenfrost gäbe. Ohne vorherigen Frost kein Pflügen, so Bißbort. Und ohne Pflügen kein Säen. Es könnte deswegen Probleme geben, Gerste, Hafer, Mais und Zuckerrüben Ende März, Anfang April zu säen, sagt Bißbort. Die Stimmung bei den Landwirten sei folglich „bescheiden“, erklärt er. Durch den vielen Regen in den vergangenen Tagen sei der Boden extrem durchnässt. Und kurioserweise werde dadurch eine lange Trockenperiode immer wahrscheinlicher.

„Wir hatten seit Oktober keine östliche Strömung mehr, das Wetter kam vom Atlantik. Wenn das dreht, wenn es kontinentales Klima gibt, brächte das sehr trockenes Wetter, vermutlich für längere Zeit. Dann sind Ertragsausfälle bei der Ernte möglich“, sorgt sich der Bauernsprecher. Bißbort will aber nicht zu früh Trübsal blasen. Es sei noch zu früh, Ernteausfälle zu prognostizieren.

„Das ist alles unglaublich schwer vorherzusagen.“ Der Blick zurück fällt da schon leichter. Und der beweist laut Bißbort: Wetterkapriolen gab es schon immer. „Viele meinen ja, früher sei das Wetter viel verlässlicher gewesen, aber das stimmt überhaupt nicht. Das Wetter hat eigentlich schon immer verrückt gespielt.“ Für den erfahrenen Landwirt ist das aber auch ein Stück weit tröstlich: „Das wäre ja noch schöner, wenn jeder am Wetter herumschrauben könnte, wie es ihm gerade passt.“

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