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Mit feschen Dirndln und Krachledernen ins Guiness-Buch der Rekorde

Festzeltwirt und Veranstalter Thorsten Bruch von der Firma TOB Events hat ein klares Ziel: der Stadt Straubing in Niederbayern den Rekord abzujagen.

Straubing hatte sich am 7. August beim Gäubodenfest mit 2779 Teilnehmern den Titel zurückerobert und damit die Schmach vom Vorjahr ausgewetzt. Da hatte nämlich die rheinland-pfälzische Stadt Speyer mit 1973 Trachtenträgern auf dem Speyerer Brezelfest den Straubingern den Rekord abspenstig gemacht.

„Wir sind aus historischen Gründen doch bayrischer als die Pälzer“, sagt Bruch. „Die Homburger Wiesn ist außerdem eins der größten Oktoberfeste im Saarland. Es wäre toll, den Weltrekord auch mal hier zu haben.“ Homburg gehörte von 1815 bis 1918 zur damals bayerischen Pfalz. Frauen sollen nach den Guinness-Vorgaben ein Dirndl, eine Bluse und eine Schürze tragen, so Bruch. Männer müssen in Lederhose, Weste, Trachtenjacke und -strümpfen auflaufen. „Ganz egal, ob die Tracht frisch gekauft ist oder noch aus Omas Kleiderschrank stammt“, sagt Bruch lachend. Auf 2780 Teilnehmer hoffe er, fügt er hinzu. Spaß beiseite, 3000 Trachtenträger wären schon eine Duftmarke.

Ins Zelt passen 3200 Menschen. Teilnehmen kann jeder, auch wenn er nicht in Homburg wohnt. Wer noch keine 18 Jahre alt ist und ohne Eltern kommt, muss nach Angaben von Bruch die Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten vorzeigen, bevor er oder sie eins der Armbänder für die Auszählung bekommt. Männer im Dirndl und Frauen in Lederhosen, wie Straubing sie aufgeboten hat, seien ebenfalls willkommen, sagt Bruch, auch wenn sie für den Rekord nicht mitgezählt würden. Tanja Galler (41) aus Homburg ist Stammgast auf der Homburger Wiesn. Die Aktion sei „eine super Idee“, findet sie. „Der Weltrekord gehört ins Saarland.“

Nach Angaben von Homburgs Oberbürgermeister Karlheinz Schöner (CDU) sei es nicht so, dass man weder Pälzern noch Bayern den Rekord gönne. Aber: „Was nutzt es einem Rekordhalter, wenn keine Mitstreiter angreifen?“ Deshalb wolle Homburg im fairen und freundschaftlichen Wettbewerb zeigen, wozu die Stadt imstande sei. Das Oktoberfest in der Karlsberg-Brauerstadt werde von Jahr zu Jahr beliebter – das sei ein Erfolg für Homburg und die Region. Schöner schätzt, dass genügend Teilnehmer kommen, um den alten Rekord mühelos zu brechen. In Straubing fürchtet man die Homburger Konkurrenz jedenfalls nicht. „Wir sehen das ganz gelassen“, sagt Straubings Pressesprecher Günther Kröll.

Den „inoffiziellen“ Weltrekord in Sachen Trachtenvolk- Ballung dürfte aber die Stadt München halten. Oktoberfest- Pressesprecherin Gabriele Papke sagt: „In unsere Wiesn-Festzelte passen im Schnitt bis zu 5000 Menschen. Das größte fasst sogar 10 000.“ Jedes Jahr kommen etwa sechs Millionen Besucher zum Oktoberfest – unzählige davon in Trachten.

© WhatsBroadcast
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