A8 Luxemburg Richtung Saarlouis Dreieck Saarlouis Vollsperrung in Richtung A8 Dillingen-Süd, Bauarbeiten, Dauer: 18.05.2018 18:00 Uhr bis 22.05.2018 05:00 Uhr (18.05.2018, 06:54)

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Priorität: Dringend

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Nabu gegen Bioerdgas-Anlage in Merzig-Fitten

Bei der Bewertung der Umweltwirkung sei nur die Fläche für die Baumaßnahme bewertet worden. Nicht beachtet worden seien hingegen die Landwirtschaftsflächen, die zur Versorgung der Anlage Biomasse zuliefern. "Die Betriebsflächen können nur im Gesamtzusammenhang mit den Produktionsflächen in ihrer Umweltwirkung bewertet werden", findet der Nabu.

Das in der Anwendung geplante Vergärungsverfahren sei für Gewinnoptimierung über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ausgelegt. Das Gärverfahren, das in der Anlage zum Einsatz kommen soll, erfordere energiereiche Biomasse in Form von Maissilage und Wiesengrünschnitt (Silage), um eine maximale Methanproduktion zu erzielen.

Die Versorgung der Anlage soll nach Berechnungen des Nabu mit bis zu tausend Hektar Maisanbauflächen gewährleistet werden, ergänzt durch Grünschnitt aus intensiver Wiesennutzung. "Diese Biomassen sind nicht per se klimaneutral. Beim Maisanbau werden erhebliche Mengen von fossilem CO2 und auch Lachgas, das noch deutlich klimaschädlicher ist, infolge der Mineraldüngung freigesetzt." Je nach Bodenverhältnissen können beim Maisanbau mehrere Tonnen Kohlenstoff pro Hektar in einer Anbauphase freigesetzt werden. Der Nabu sieht das so: "Da durch den großflächigen Maisanbau diese Ackerflächen für Ernährung und Viehfutter-Beschaffung ausfallen, kommt es zwangsläufig zur Inanspruchnahme von Grünland." Grünlandflächen wie Blumenwiesen, Viehweiden, Pflegeflächen und Nasswiesen seien jedoch "sehr wichtige CO2-Senken zur Dauerbindung von Kohlenstoff".

Eine zustimmungsfähige Biogasproduktion muss aus Sicht des Nabu mehrere Kriterien erfüllen: So muss die eingesetzte Vergärungstechnik die Verwendung regionaler Bioabfallstoffe ermöglichen. Zudem dürfe der Maisanteil bei der eingesetzten Biomasse nicht höher als 20 Prozent liegen. Stattdessen solle Biomasse aus organischen Abfällen aus der Region zum Einsatz kommen, ebenso Grünmasse, die durch bodenschonende und der biologischen Vielfalt förderliche Anbauverfahren erzeugt wurde.

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