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Nach Regenwetter: Land unter an der Blies

Schon ein klassischer Anblick bei Hochwasser: Nach den starken Regenfällen am Montag und Dienstag ist die Blies an vielen Orten über die Ufer getreten, bei Wörschweiler musste die Verbindungsstraße nach Ingweiler gesperrt werden.

Schon ein klassischer Anblick bei Hochwasser: Nach den starken Regenfällen am Montag und Dienstag ist die Blies an vielen Orten über die Ufer getreten, bei Wörschweiler musste die Verbindungsstraße nach Ingweiler gesperrt werden.

Den Fastnachtsdienstag 2016 werden die Feuerwehren in der Region wohl nicht so schnell vergessen. Hatte mancher gedacht, Orkantief „Ruzica“ hätte schon am Montag alles gegeben (und das war nicht wenig), der wurde am Dienstag in Person des Sturmtiefs „Susanna“ eines Schlechteren belehrt. Mit bis zu 50 Litern Regen pro Quadratmeter herrschte zeitweise Sintflut-Stimmung in Homburg , Bexbach und Kirkel. Immer wieder mussten die Wehren ausrücken, um überflutete Keller auszupumpen. Richtig heftig ging es in Jägerburg zu. Dort zeigte sich ein übervoller Erbach von seiner unangenehmen Seite und führte im Bereich Schlossweiher und Höcher Straße zu einem Großeinsatz von Homburger und Bexbacher Löschbezirken, Technischem Hilfswerk und Baubetriebshof der Stadt.

Auch in Kirkel musste die Feuerwehr ausrücken, der Löschbezirk Altstadt nahm sich eines überfluteten Kellers in der Kantstraße an. „Ursache hierfür war vermutlich ein Rückstau in den Kanalzuleitungen, woraufhin sich das Wasser durch den Bodeneinlauf im Keller hinaus gedrückt hat. Der Löschbezirk war mit 15 Einsatzkräften und zwei Fahrzeugen vor Ort und hatte einen Wassersauger im Einsatz. Die Einsatzstelle wurde nach Durchführung von Erstmaßnahmen an eine Fachfirma übergeben“, so Philip Keil von der Kirkeler Feuerwehr. Wasserschäden gab es auch im Bereich Bexbach, hier hatten die starken Regenfälle in der Frankenholzer Richard-Wagner-Straße einer Einliegerwohnung zugesetzt, das Wasser war schlicht durch die Hauswand gepresst worden. Im Einsatz hier: Der Löschbezirk Frankenholz und auch am Bexbacher Blumengarten war die Feuerwehr gefordert.

Gestern, am Tag nach dem großen Regen, zeigte sich die Blies zwischen Niederbexbach, Limbach/Altstadt, Beeden, Wörschweiler und Ingweiler als reißender Fluss. Die Blieswiesen zwischen Limbach und Altstadt waren fast vollständig verschwunden, stattdessen gab's einen einzigen, großen See zu sehen. Das gleich Bild bot sich auch zwischen Beeden und Wörschweiler, wo große Teile der Felder unter Wasser standen - dieser Anblick wiederholte sich bis Ingweiler. Dort war, zum ersten Mal in diesem Jahr, die Verbindungsstraße zwischen Wörschweiler und Ingweiler gesperrt.

Auf der Internet-Seite des Saarlandes zur aktuellen Hochwasserlage (www.saarland.de) wies die Übersichtskarte für den Kontrollpunkt Einöd gestern Morgen bei einem Wasserstand von 420 Zentimetern ein „mittleres Hochwasser“ aus, allerdings mit fallender Tendenz. Für den Bereich Beeden ging die Prognose im Gegensatz dazu von einem steigenden Pegel aus.

Bei der Stadt Homburg zeigte man sich am Tag nach „Susannas“ nasskalter und stürmischer Visite im Land vorbereitet - mit Blick auf das, was die vollen Flüsse Erbach und Blies noch bieten könnten. Pressesprecher Jürgen Kruthoff: „Für entsprechende Einsätze, die aus der derzeitigen Wetterlage resultieren, kommt die Winterdienstbereitschaft des Baubetriebshofes zum Einsatz. Diese rückt aus, wenn Not am Mann ist, weil diese Mitarbeiter während der Wintermonate generell im Stand by sind.“

Immerhin: Schon gestern zeigte sich die Wetterlage bedeutend ruhiger, trotzdem bleibt es bis zum Wochenende regnerisch. Einen Vorgeschmack gab es gestern Morgen, als sich bei deutlich abgekühlten Temperaturen Schnee unter den Regen mischte.

© WhatsBroadcast
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