A8 Neunkirchen Richtung Saarlouis zwischen Kreuz Neunkirchen und Neunkirchen-Wellesweiler Gefahr durch ein totes Tier auf der Fahrbahn (20:40)

A8

Priorität: Dringend

4°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
4°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Nach sieben Monaten Flucht: Fälscher stellt sich

Saarbrücken. Am Montagnachmittag stellte sich der Geschäftsmann, der Inhaber einer so genannten Kleinfeldfußballanlage ist, nach Rücksprache mit seinem Rechtsanwalt Guido Britz freiwillig der Justiz. Er meldete sich in der Saarbrücker Vollzugsanstalt Lerchesflur zum Haftantritt. Dies bestätigte Thomas Reinhardt, Sprecher der Staatsanwaltschaft, auf Anfrage. P. wurde im April 2010 vom Saarbrücker Landgericht zu der Haftstrafe verurteilt, weil er nach Überzeugung der Richter im Herbst 2004 mindestens 3900 falsche Zehn-Euro-Scheine in Verkehr gebracht hat.

Das Falschgeld soll er sich in Neapel, wohin er familiäre Kontakte hat, besorgt haben. Experten der Bundesbank hatten die falschen Banknoten als Fälschungen „mittlerer Qualität“ eingestuft. Vor Gericht wurde P. von einem in Heidelberg wegen Falschgeldbesitz zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilten Zeugen schwer belastet. Der Mann war in seinem Prozess geständig und bekam im Rahmen einer Verständigung zwischen Gericht, Staatsanwalt und Verteidigung eine mildere Strafe, weil er schließlich auch seinen Lieferanten preisgab.

Er beschuldigte den 30-jährigen P., ihm die falschen Geldscheine gegeben zu haben, um damit Schulden zu begleichen. Diese aus Sicht der Richter glaubwürdige Aussage wiederholte er im Saarbrücker Prozess als Zeuge. P., der bereits zu einer Geldstrafe verurteilt war, weil er in einer Diskothek mit Falschgeld bezahlt hatte, strebt jetzt ein Wiederaufnahmeverfahren an. mju

© WhatsBroadcast
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein