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Nationalmannschaft: Heute geht es gegen Serbien

Port Elizabeth. Die Fans in der Heimat hoffen auf ein weiteres WM-Fest, die neuen deutschen Lieblinge um Mesut Özil wollen vorzeitig ins Achtelfinale stürmen. «Wir müssen den Schwung mitnehmen», verkündete Teammanager Oliver Bierhoff vor dem 2. Auftritt der Nationalmannschaft gegen Serbien.

Zugleich warnte Bierhoff vor dem unbequemen Gegner, für den nach der 0:1-Auftaktpleite gegen Ghana schon alles auf dem Spiel steht: «Ich möchte keine Spaßbremse sein, aber wir haben noch nichts erreicht. Wir wissen, dass die Serben heiß sind. Für sie ist es eine nationale Angelegenheit, ein Jahrhundertspiel.» Bundestrainer Joachim Löw muss in den Stunden vor dem Anpfiff des spanischen Schiedsrichters Alberto Undiano einen Balance-Akt meistern. Auf der einen Seite muss er die Freude und das Selbstbewusstsein im jüngsten deutschen WM-Aufgebot seit 76 Jahren weiter schüren, auf der anderen die höhere Qualität der Serben mit dem Ex-Berliner Marko Pantelic, dem Dortmunder Neven Subotic und dem Stuttgarter Zdravko Kuzmanovic aufzeichnen. «Sie sind erfahren, stärker und individuell besser besetzt als Australien», sagte Löw.

Auf jeden Fall will der DFB-Chefcoach mit dem zweiten WM-Sieg am Kap ein «K.o.-Spiel» zum Gruppen-Abschluss gegen Ghana unbedingt vermeiden. Das vermittelte Löw eindringlich seinem zum großen Teil noch unerfahrenen Personal. «Jogi hat ganz klare Worte gefunden», berichtete Bierhof vor dem Abflug in den Spielort Port Elizabeth. Mit einem weiteren «Dreier» wäre der Achtelfinal-Einzug praktisch perfekt - sogar theoretisch, wenn Australien nicht gegen Ghana gewinnt.

Bastian Schweinsteiger, der zwei Tage wegen eines Infektes mit dem Training aussetzen musste, steht zur Verfügung. Löw gab beim Abschlusstraining im Super Stadium von Atteridgeville endgültig grünes Licht: «Ja, ja, das klappt.» Die letzte Übungseinheit konnte nicht im Nelson Mandela Bay Stadium von Port Elizabeth ausgetragen werden, da der Weltverband FIFA den Rasen nach mehreren Regentagen nicht zusätzlich belasten wollte.

Löw plant mit der Mannschaft des 4:0-Sieges gegen Australien. «Ich denke nicht, dass große Änderungen vorgesehen sind», bestätigte sein Assistent Hansi Flick. Trotz vieler Fragezeichen und mehrerer Ausfälle in der Vorbereitung hat sich eine Stammelf schnell gefunden. «Die Baustellen sind fast alle geschlossen», sagte Flick.

«Wir dürfen aber nicht denken, dass es jetzt von allein läuft. Für die Serben ist es schon eine Art Endspiel», verwies Mittelfeld-Lenker Sami Khedira auf die besondere Gefahr. «Es gibt immer noch sechs Punkte zu verteilen», sagte Serben-Stürmer Pantelic, der allerdings selbst den taktischen Veränderungen von Trainer Radomir Antic zum Opfer fallen und zunächst nur auf der Bank sitzen dürfte. «Wir werden Vollgas geben. Wir haben viel gutzumachen», kündigte der Stuttgarter Profi Kuzmanovic an, der mit einem Handspiel gegen Ghana den entscheidenden Elfmeter verursacht hatte.
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«Wir müssen aufpassen», sagte Bierhoff auch aus eigener Erfahrung bei großen Turnieren. Bei der WM 2002 folgte dem imponierenden 8:0 gegen Saudi-Arabien ein 1:1-Dämpfer gegen Irland. Vier Jahre zuvor in Frankreich kamen Bierhoff, Klinsmann & Co. nach einem 2:0-Auftakt gegen die USA über ein 2:2 gegen Jugoslawien nicht hinaus. 1994 in den USA endete das zweite Gruppenspiel 1:1 gegen Spanien. Und am frischesten in Erinnerung ist die 1:2-Niederlage bei der EURO 2008 gegen Kroatien, nachdem zuvor gegen Polen 2:0 gewonnen worden war.

An der Marschroute ändert sich dennoch nichts. «Serbien ist eine andere Hausnummer als Australien. Aber wir haben genug Qualität und Willen, um das Spiel zu gewinnen», sagte der Münchner Abwehrspieler Holger Badstuber. Gerade die neuen Qualitäten des jungen Teams mit den WM-Neulingen Manuel Neuer, Badstuber, Khedira, Thomas Müller und Özil in der Startelf sollen helfen, die unbequemen Serben zu knacken.

«Wir sind jung, wir sind frisch, wir sind dynamisch», betonte Lukas Podolski vor seinem 75. Länderspiel. Der Unterstützung aus der Heimat können sich der «Deutschland-Poldi» und seine Kollegen sicher sein, auch wenn durch die Anstoßzeit zu Mittag sicher nicht ganz so viele Menschen zuschauen und die Daumen drücken können. «Die Mannschaft ist sympathisch, das gefällt den Leuten», sagte Podolski.

© WhatsBroadcast
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