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Neue Stromzähler: Blieskasteler Firma will sie fürs Saarland produzieren

Blieskastel. Der saarländische Elektronik-Spezialist Hager sieht gute Chancen bei der Ausrüstung von Haushalten mit intelligenten Stromzählern, den so genannten Smart Metern. Seit Jahresbeginn müssen bei Neubauten und aufwändigen Renovierungen diese elektronischen Zähler eingebaut werden. Hager hat laut Johannes Hauck, der im Unternehmen für den Geschäftsbereich der intelligenten Zähler zuständig ist, seit Jahresbeginn über 50 000 dieser Geräte geliefert. „Wir sind mehr als zufrieden“, sagte Hauck in Blieskastel. Einen Schub brachte auch die anstehende Kürzung der Solarförderung zum 1. Juli. „Dadurch mussten viele Anlagen noch vor dem Stichtag ans Netz gehen“, so Hauck. Auch hier werden die intelligenten Zähler eingesetzt.

EU-Richtlinie schreibt Ausstattung aller Haushalte bis 2022 vor

Auftrieb für die Zähler erwartet Hauck nach einem jüngst veröffentlichten Bericht der Bundesnetzagentur. Demzufolge läuft der geplante Einbau vergleichsweise schleppend an – gemessen an einer EU-Richtlinie, die die komplette Ausstattung aller Haushalte mit elektronischen Zählern bis 2022 vorschreibt. Der reine Einbau eines solchen Zählers würde weder dem Kunden einen echten Nutzen vermitteln, noch, wie geplant, ihn zum Stromsparen anregen, analysiert die Bundesnetzagentur. Sie empfiehlt deshalb unter anderem ein modulares System, bei dem der reine Basiszähler durch Kommunikationsgeräte ergänzt wird, die beispielsweise eine kurzfristige Auswertung des Stromverbrauchs und damit auch variable Tarife ermöglichen.

„Die Bundesnetzagentur vertritt damit den Punkt, den wir bereits seit langer Zeit predigen“, sagt Hauck. Nämlich die Kombination des Zählers mit Schnittstellen, die die Daten einerseits in die Wohnung des Kunden übertragen, so dass er seinen Stromverbrauch ständig im Blick hat, die andererseits aber auch Daten in kurzen Zeittakten an den Lieferanten schicken. „Der Zähler allein ist noch nicht die Lösung.“

 Politik soll  Einbau der Zähler vorantreiben

Obwohl Hager in der Produktion der Zähler bereits ausgelastet ist, hofft Hauck, dass die Politik den Empfehlungen der Bundesnetzagentur folgt und einen beschleunigten Einbau der Zähler vorantreibt. „Wir müssen in zwölf Jahren 40 Millionen Zähler in Deutschland tauschen.“ Im derzeitigen Tempo sei das nicht zu schaffen. Die Netzagentur schlägt daher vor, Zähler nicht nur bei Neubauten und Renovierungen, sondern auch bei einer nötigen Neu-Eichung von Geräten zu tauschen. Noch macht das Geschäft mit den neuen Zählern nur einen geringen Teil des Umsatzes von Hager aus. Hauck beziffert den Anteil auf drei bis vier Millionen der 300 Millionen Euro Umsatz in Deutschland. Sollten sich die Zähler jedoch stärker durchsetzen, seien – mit den Zusatzgeräten – durchaus 15 Millionen Euro Umsatz möglich.

Über die endgültige Ausgestaltung der Zähler gab es trotz der bestehender Einbaupflicht noch in jüngster Zeit Diskussionen. Vor allem stand die Frage im Raum, wie die Daten vor unbefugtem Auslesen geschützt werden können.

© WhatsBroadcast
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