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Neuer Geist soll Kirkeler Burg bespuken

Die Kirkeler Burg ist bis heute das Wahrzeichen des Ortes.  Der neue Burggeist soll eine
weitere Attraktion werden.

Die Kirkeler Burg ist bis heute das Wahrzeichen des Ortes. Der neue Burggeist soll eine weitere Attraktion werden.

Kirkel. Sein Name: Burggeist. Sein Auftrag: erschrecken. Sein Aussehen: erschreckend. Ohne Zweifel: Der wiedergeborene Schauermann im Verlies am Fuß des Kirkeler Burg kann einem Angst machen – zumindest wenn man noch recht jung ist oder empfindliche Ohren hat. Für alle anderen ist der „Neue“ aber auch ein echter Hingucker. In blutrotes Licht getaucht und mit einer Lache ausgestattet, die Milch flockig werden lässt, soll der neue alte Burggeist zu einer weiteren Attraktion des Kirkeler Wahrzeichens werden. Und er soll die geisterfreie Zeit beenden, in der lediglich der recht untüchtig gewordene Vorgänger des neuen Verliesbewohners eher für fragend-mitleidige Blicke als für wohlige Schauer gesorgt hat.

In der vergangenen Woche stellte Otwin Wentz, Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins Kirkel, zusammen mit den Geburtshelfern des lautstarken Erschreckers den neuen „Hausherren“ auf Burg Kirkel öffentlich vor. Und Wentz gab Einblick in die eher prosaische, aber nicht weniger erzählenswerte Geschichte des Burggeistes. „Wir hatten ja schon immer recht verrückte Ideen in Kirkel. Vor 20 Jahren hatten wir zwei echte Tüftler beim Bauhof der Gemeinde, Werner Leis und Hans Wagner. Die beiden hatten die Idee, einen solchen Burggeist zu bauen und haben das dann auch getan. Leider hat der nicht so lange funktioniert.“ Grund dafür sei, so Wentz, die Feuchtigkeit im Verlies unter dem Burgturm gewesen. „Der erste Burggeist war aus Eisenteilen. Und die sind gerostet.“ So verfiel der alte Burggeist in Altersstarre, zehn Jahre lang bewegte sich nichts mehr. Wentz: „Wir bekamen immer wieder Nachfragen, wann der Burggeist wiederbelebt werden würde.“

Nun hätte es sich ergeben, dass mit Peter Gebhard, er ist selbst Mitglied im Förderkreis der Kirkeler Burg, im Bauhof wieder ein „verrückter Tüftler“ am Werk sei. „Er ist unser bester Schlosser im Bauhof“, lobte Wentz den Geisterschöpfer. „Mit ihm habe ich mich zusammengesetzt. Dann haben wir nach weiteren Mitstreitern gesucht und sind bei Manfred Kolb von Elektro Kolb und Carsten Ruzika von Absolute Light and Sound Systems, beides Kirkeler Unternehmen, fündig geworden.“ Gebhard baute das Gestell des Geistes aus beständigem Kunststoff, Manfred Kolb sorgte für die Bewegungsfähigkeit und „Bestromung“ des Gruseligen und Carsten Ruzika für stimmiges Licht und unüberhörbaren Ton – alles für die gute Sache und ohne einen einzigen Euro Geldfluss von links nach rechts.

Wentz: „Dieses Gemeinschaftsprojekt ist wirklich gelungen. Und jetzt können wir endlich wieder sagen ’auf der Kirkeler Burg spukt’s’. Das ist das, was wir wollen. Gerade für die rund 4000 Kinder, die jedes Jahr beim Burgsommer unsere Gäste sind, eine gute Geschichte.“ Und die soll sich mit „Mund zu Mund“-Propaganda verbreiten.

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