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Neunkircher Eventhalle wird eine Million Euro teurer

Die entkernte Gebläsehalle auf dem alten Hüttenareal in Neunkirchen. Der Umbau soll teurer werden, als ursprünglich veranschlagt.

Die entkernte Gebläsehalle auf dem alten Hüttenareal in Neunkirchen. Der Umbau soll teurer werden, als ursprünglich veranschlagt.

Die Auftstockung der Fläche gehe vor allem darauf zurück, dass die Fluchtwege für den Brandschutz mehr Raum in Anspruch nähmen, erläuterte der Oberbürgermeister im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung. Dafür springe bei der neuen Aufteilung nun auch ein größeres Foyer heraus, ebenso zusätzliche Umkleideräume und Garderoben.

Ungewöhnlich: Bis zum Ablauf der Angebotsfrist in der ersten Maihälfte hatte sich aus nicht näher bekannten Gründen nur die Ottweiler OBG gemeldet, eine Konkurrenz-Situation war damit ausgeschlossen. Zugleich drängt die Zeit, weil die energetische Sanierung von Fassade, Dach und Boden des Industriedenkmals bis Jahresende über die Bühne sein muss, um den 2,5 Millionen-Euro-Zuschuss des Landes aus dem Konjunkturpaket zu bekommen. So stimmte der 13-köpfige Bau- und Vergabeausschuss des Stadtrates dem OBG-Entwurf zu: Mit den sieben Stimmen der SPD und den vier Stimmen der CDU. Eine Gegenstimme sowie eine Enthaltung kamen von der Linken, die bekanntlich prinzipiell gegen den neuen Kulturtempel ist.

Die OBG Hochbau ist nun gefordert, die Eventhalle mit ihren 1000 Sitzplätzen bis Ende 2012 „schlüsselfertig“ hinzustellen. Das Ottweiler Unternehmen geht jetzt die Detailplanung an, arbeitet dabei mit dem renommierten Saarbrücker Architekturbüro Wandel-Hoefer-Lorch zusammen. Der OBG obliegt als Totalunternehmer die Baugenehmigungs- und die Ausführungsplanung, die Bauüberwachung und -ausführung. Vorgesehen ist ein Anbau an der Nordseite der Halle, die den Bühnentrakt aufnehmen wird. Ein Zufahrt von der Königsbahnstraße durch den Hüttenpark dorthin ist nach Auskunft des Rathauses fast fertig.

Der Ablauf des Ausschreibungsverfahrens und die knappe Million Mehrkosten haben den Rathauschef nach eigenen Worten intensiv beschäftigt. Zusammen mit seiner Verwaltungsspitze und der überwiegenden Mehrheit der Ratsfraktionen kam er zu der Überzeugung, dass „es sinnvoll ist, die Mehrkosten zu schlucken, weil man davon ausgehen muss, dass das Projekt ansonsten niemals realisiert würde“. Zum einen sei es sehr unsicher, dass man vom Land jemals wieder die zugesagte Zweieinhalb-Millionen-Euro-Spritze bekommen würde. Zum andern sei auch die Absage des Umbaus nicht zum Nulltarif zu haben. „In die Gebläsehalle als erhaltenswertes Industriedenkmal hätten sowieso 1,5 bis zwei Millionen Euro hineingesteckt werden müssen“, rechnet Fried vor.

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