L233 zwischen Biesingen und Ballweiler in beiden Richtungen Gefahr durch Tiere auf der Fahrbahn (08:12)

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Neunkircherin fühlt sich von dubioser Gewinnspiel-Firma drangsaliert

Irgendwann hat sie das Gespräch dann angenommen. Eine Dame von der Firma „Win AG“ habe ihr mitgeteilt, dass sie im Internet bei Gewinnspielen mitgemacht und dadurch, dass sie die Allgemeinen Geschäfts-Bedingungen (AGB) akzeptiert hätte, angeblich einen Vertrag abgeschlossen habe. „Weil ich nicht fristgerecht gekündigt habe, müsse ich nun neun Monate lang jeweils 59,50 Euro bezahlen, hieß es“, sagt Vorndran. Sie habe der Anruferin entgegnet, dass sie nur selten etwas im Internet bestelle und sich dann auch durchlese, was sie anklicke. „Ich versuche etwas für Sie zu machen“, habe ihr die Dame daraufhin angeboten.

Als diese kurze Zeit später nochmals bei Vorndran anrief, habe sie gesagt, dass man ihr entgegenkommen würde und sie die 59,50 Euro nur drei Monate bezahlen müsse. Die Neunkircherin in bat um die Zusendung eines Überweisungs- Vordrucks. Die Win- AG-Mitarbeiterin wollte das nicht akzeptieren. „Stattdessen wollte sie meine Konto-Nummer für einen Lastschrift-Einzug“, berichtet Vorndran. Als sie sich weigerte, ihre Bankdaten preiszugeben, sei die Frau patzig geworden und habe ihr gedroht. „Ich bin mir keiner Schuld bewusst“, betont sie.

Die Firma würde weiter unter verschiedenen Nummern, meist aus dem Ausland, anrufen. Deshalb habe die Familie bereits überlegt, Anzeige zu erstatten. Doch die Polizei habe abgeraten, dabei komme „nicht viel raus“. Sabine Wilhelm von der Verbraucherzentrale Saar kennt diese Betrugsmasche. Seit der Einführung der so genannten „Button- Lösung“ zum 1. August 2012 müssten Verbraucher im Internet jedoch beim Abschluss eines Vertrages explizit darauf hingewiesen werden, dass dieser kostenpflichtig ist. So soll vermieden werden, dass sich jemand „verklickt“ und aus Versehen einen Vertrag abschließt.

„Wenn man erstmal in die Fänge solcher Firmen gerät, bekommt man keine Ruhe mehr“, sagt die Beraterin. Deshalb sei es für die Betroffenen wichtig, die Vorfälle der Bundesnetzagentur zu melden. Diese habe die Möglichkeit, gegen Telefon-Terror und unerlaubte Werbeanrufe vorzugehen und die entsprechenden Nummern abzuschalten. Zudem könnte für die Betroffenen die Einrichtung einer Geheimnummer eine Lösung sein. Erhalten die Verbraucher später Post von den Firmen, sollten sie dem angeblich abgeschlossenen Vertrag vorsichtshalber direkt widersprechen. mv

 Wenn Sie auch Interessantes zu erzählen haben, hinterlassen Sie eine Sprachnachricht unter Tel. (06 81) 5 95 98 00 oder schicken Sie eine E-Mail an leser-reporter@ sol.de.

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