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OB Fried: 2000 neue Arbeitsplätze in Neunkirchen seit 2010

Nicht nur Saarbrücken hat seine „Stadtmitte am Fluss“. Auch die Hüttenstadt Neunkirchen, die zweitgrößte Kommune des Saarlandes, will das Areal um den innerstädtischen Flusslauf der Blies neu beleben. „Handlungsprogramm City Nord“ haben Neunkirchens Oberbürgermeister (OB) Jürgen Fried (SPD) und seine Mitarbeiter dieses Vorhaben getauft. „In diesem Frühjahr soll der Startschuss für den ersten Bauabschnitt fallen“, erläutert Fried die Pläne. Es ist das Projekt „Blies-Terrassen“. Die Schmuddelecken, die durch die Schließung der Textil-Filialen von Sinn-Leffers sowie C & A entlang der Blies bis zum Stummplatz entstanden sind, sollen verschwinden. „Durch eine Freitreppe soll der Fluss wieder in das städtische Leben integriert werden“, sagt der OB. Handel, Wohnen und Gastronomie sollen sich dort wieder ansiedeln. Von Vorteil sei, dass sich regionale Investoren die Immobilien gesichert hätten, die vorher „irgendwelchen Fonds gehört haben, an die wir nicht rankamen“, erläutert der Kommunalpolitiker. „Inzwischen wollen private Investoren 40 Millionen Euro in innerstädtische Objekte stecken – unter anderem in betreutes oder eigenständiges Wohnen.“

Zur Belebung der Neunkircher City tragen auch im westlichen Bereich die Filiale des Sportartikel-Händlers Decathlon (Eröffnung November 2011) sowie das neue Hotel Holiday Inn Express (seit Oktober 2013) bei. „Einen wichtigen Schub versprechen wir uns in dieser Ecke auch vom Umzug der Akademie der Saarwirtschaft (ASW) von St. Ingbert nach Neunkirchen“, sagt Fried. Die ASW ist seit Januar in der früheren Verwaltung der Saarstahl AG untergebracht. In der Berufsakademie büffeln derzeit rund 550 Studierende für ihren Bachelor-Abschluss in Betriebswirtschaft, Maschinenbau, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen. Der neue Standort in der Hüttenstadt ist für bis zu 1000 Studierende ausgelegt.

Aber auch in den Gewerbe- und Industriegebieten der Stadt tut sich einiges. „Seit dem Jahr 2010 sind 2000 neue Arbeitsplätze in Neunkirchen entstanden“, bilanziert der Oberbürgermeister. Weitere sollen hinzukommen. So erweitert der Automatikgetriebe-Bauer ZF derzeit sein Werk im Stadtteil Wellesweiler. Die Zahl der Arbeitsplätze soll von derzeit 800 auf 1400 steigen. ZF hatte das frühere Bauknecht-Werk des US-Konzerns Whirlpool im Jahr 2011 übernommen. Seitdem werden dort Getriebe statt Spülmaschinen gebaut. Die Produktion der Küchengeräte wurde nach Polen verlagert. Zum Schluss arbeiteten in dem Werk 240 Frauen und Männer.

Im Bau ist auch die neue Fabrik des Autozulieferers Bosch Emission Systems GmbH (BESG). Dort wird BESG ab Sommer 2014 komplette Abgas-Systeme für Diesel- und Otto-Motore bauen. Die ersten Kunden sollen Hersteller von Fahrzeugen sein, die nicht auf der Straße bewegt werden, also Traktoren, Mähdrescher, Bagger, Radlader, aber auch stationäre, mit Dieselmotoren angetriebene Anlagen. Auch für diese Aggregate gelten in Zukunft strengere Abgas-Normen. Wenn das Werk fertig ist, sollen dort 350 Arbeitnehmer beschäftigt sein.

Um auch künftig Platz für Ansiedlungen zu haben, plant die Stadt, das Industriegebiet „Vogelsbach“ um drei Hektar zu erweitern. Weitere vier Hektar soll das neue Gewerbegebiet „Beim alten Hof“ umfassen. Insgesamt arbeiten in Neunkirchen 22 000 Menschen.
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