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Parken in Saarbrücken zu teuer? Das findet Q-Park nicht

Das Logo der Firma Q-Park am Parkplatz  Beethovenplatz in Saarbrücken.

Das Logo der Firma Q-Park am Parkplatz Beethovenplatz in Saarbrücken.

Die Autofahrer sind mit dem Parkplatzangebot und den Gebühren der Firma Q-Park zufrieden – sagt die Firma Q-Park. „Die Kundenzufriedenheit schätzen wir positiv ein“, teilte Q-Parksprecherin Peggy Lange gestern auf SZ-Anfrage mit. Das sei das Ergebnis regelmäßiger Kundenbefragungen, heißt es in der Düsseldorfer Deutschlandzentrale der niederländischen Firma.

Während viele Saarbrücker, vor allem Kommunalpolitiker, Wirte und Geschäftsleute darüber klagen, dass das Parken in Saarbrücken zu teuer sei, spricht die Firma Q-Park, die rund 4000 der etwa 8000 Saarbrücker Parkplätze bewirtschaftet, von „positiven Erfahrungen“ mit ihrem Tarifsystem.

Das Q-Park-Prinzip
„So haben wir beispielsweise festgestellt, dass auf dem Beethovenplatz, als klassisches Kurzparkerobjekt, der größte Teil der Kunden innerhalb der 45 oder 90 Minuten-Taktung parkt und dadurch eindeutig profitieren. Für Parker mit längeren Verweildauern gibt es ja die preiswerteren alternativen wie Roonstraße, Cinestar, Saarlandmuseum, Eurobahnhof oder Hela“, sagt Peggy Lange.

„Der Kunde, der es möglichst bequem und komfortabel, mit möglichst kurzen Wegen, haben will, zahlt etwas mehr, als der Preisbewusstere, der dafür gern ein paar Gehminuten in Kauf nimmt“, erklärt sie das Q-Park-Prinzip.

1999 hat der Stadtrat einem Pachtvertrag auf 50 Jahre mit Q-Park zugestimmt. Was die Politiker damals offenbar willig machte: Q-Park hat 1999 die Pacht für zehn Jahre auf einen Schlag überwiesen: 42 Millionen Mark, also umgerechnet rund 21 Millionen Euro. Das Geld ist in den Bau des Calypso-Spaßbades geflossen.

Weitere Investitionen
Am Dienstag ging es im Stadtrat wieder um Q-Park. Der Rat hat mit den Stimmen der rot-rot-grünen Koalition das Stadtplanungsamt beauftragt den Gerberplatz zwischen Basilika St. Johann und Nauwieser Viertel zu „entwidmen“, um ihn ebenfalls an Q-Park zu verpachten. Der Parkplatz sei ähnlich gut gelegen wie der Beethovenplatz. 150.000 Euro Zusatzpacht sollen so in die Stadtkasse fließen.

Die Tiefgarage Dudweiler wird Q-Park an die städtische Firma KBS abgeben. Die Tiefgarage habe fast immer leer gestanden, weil die Autos auf dem Dudoplatz oder – illegal – in der Fußgängerzone geparkt werden, heißt es in einem Papier von Bürgermeister Ralf Latz (SPD). Die KBS soll nun mit einem neuen Parkgebührenkonzept für Dudweiler dafür sorgen, dass die Menschen ihre Autos auf ausgewiesenen Parkplätzen abstellen und der „öffentliche Raum von unerwünschtem Blech“ freigehalten wird, schreibt Latz.

Q-Park denke zurzeit nicht über neue Preise nach, versicherte Unternehmenssprecherin Peggy Lange gestern.

© WhatsBroadcast
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