A1 Trier Richtung Saarbrücken zwischen Quierschied und Saarbrücken-Burbach Richtungsfahrbahn gesperrt, bis 17.12.2018 05:00 Uhr Auffahrten der AS Quierschied, AS Holz , AS Riegelsberg, AS Neuhaus und AS v.d. Heydt in FR SB gesperrt. Die Ausfahrten in der Gegenrichtung sind allesamt befahrbar. Die Ausfahrten in der Gegenrichtung sind allesamt befahrbar. (14.12.2018, 06:16)

A1

Priorität: Normal

-3°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
-3°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Parkplatzstreit endet vor Gericht

Ein 48-jähriger Serbe steht wegen versuchten Mordes an einem Italiener vor Gericht.

Ein 48-jähriger Serbe steht wegen versuchten Mordes an einem Italiener vor Gericht.

Saarbrücken. Wegen versuchten Mordes muss sich seit gestern ein Geschäftsmann aus Völklingen vor dem Landgericht verantworten. Der 48 Jahre alte Serbe soll im Mai 2001 nach einem Streit über einen Parkplatz zum Messer gegriffen und einen 35 Jahre alten Italiener mit zwei Stichen in Oberkörper und Hals fast umgebracht haben. Beide Beteiligten sind vor Gericht auf Dolmetscher in ihrer Muttersprache angewiesen, die alles übersetzen und bei Bedarf die Bedeutung einzelner Wörter oder Gesten erklären. Das erschwert die Kommunikation vor Gericht deutlich. Ob und wie weit Kommunikationsprobleme und Missverständnisse auch bei der Bluttat eine Rolle spielten, muss nun der mehrtägige Prozess klären.

Der angeklagte Serbe im grauen Anzug schweigt derzeit zu seinem Lebenslauf und zu den Vorwürfen. Der Italiener, der mit mehreren Landsleuten zum Zeitpunkt der Tat auf einem Schrottplatz arbeitete, erzählte zum Lauf der Ereignisse: Das Ganze habe zwei Tage vor der Messerattacke angefangen. Damals sei der serbische Geschäftsmann aufgetaucht und habe von einem der Italiener verlangt, er müsse sein Auto wegfahren, weil der Wagen auf seinem Parkplatz stehe. Der Italiener habe sein Auto weggefahren. Am Tattag sei es umgekehrt gewesen, so der 35-Jährige. Da habe der schwarze Mercedes des Geschäftsmannes auf einem ihrer Parkplätze gestanden. Also habe er zu dem 48-Jährigen gesagt, jetzt müsse er sein Auto wegfahren.  Der Angeklagte habe abwiegeln wollen, mit einer bösen Geste der Hand abgewinkt und sich umgedreht.



Der Zeuge weiter: Daraufhin habe er den Geschäftsmann an der Schulter gepackt und ihm gesagt, er solle ihn anschauen, wenn er mit ihm rede. Ergebnis nach einigem Hin und Her, eventuell auch einer kleinen Rangelei: Der 48-Jährige fuhr seinen Mercedes weg und ging vom Schrottplatz. Damit war die Sache für den 35-Jährigen erledigt, er ging an seine Arbeit. Aber der Angeklagte sei zurückgekommen. Dazu der Italiener: Er habe gehört, dass sich einer seiner Bekannten lauthals mit dem Mann streitet. Daraufhin sei er nachschauen gegangen. Sein Landsmann habe in dem Moment noch gerufen: „Pass auf. Er hat ein Messer. Lauf weg.“ Aber es sei zu spät gewesen. Der Angeklagte sei auf ihn losgegangen und habe zwei Mal zugestochen. Der erste Stich habe den linken Oberkörper getroffen, der zweite den Hals und die Schlagader zum Gesicht. „Ich habe den Tod gesehen“, meinte der 35-Jährige dazu. Er sei zu Boden gegangen und habe irgendetwas gegen seinen blutenden Hals gedrückt. Dann hätten seine Freunde ihn ins nahe gelegene Notfallkrankenhaus gebracht. „Das hat mein Leben gerettet.“ Der Prozess wird diese Woche fortgesetzt.

© WhatsBroadcast
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein