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Parzellen begehrt, Wartelisten lang: Saarbrücker lieben ihre Kleingärten

Joachim Binkler ist stolz auf seinen gepflegten Kleingarten im Almet. Er pachtete das Grundstück vor
zwölf Jahren - auch mit Pflichten: Er  musste 18 Bäume fällen lassen .

Joachim Binkler ist stolz auf seinen gepflegten Kleingarten im Almet. Er pachtete das Grundstück vor zwölf Jahren - auch mit Pflichten: Er musste 18 Bäume fällen lassen .

Dort wollte Martina Guldner ein Stück Land haben. Das Angebot des städtischen Liegenschaftsamtes fand sie allerdings nicht in Ordnung. Verwahrlost sei der Garten gewesen. „Man versprach, mir zwei Jahre Pacht zu schenken, wenn ich den Garten entmülle.“ Was Guldner machen wollte. Schließlich war „das Grundstück von seiner Substanz okay“. Nicht okay fand Guldner Pflichten im Vertragsentwurf wie den Abriss aller Bauten zum Vertragsende.

„Man sucht einen Platz der Erholung – und bekommt ein Angebot, wo man außer Pflichten und Kosten keine Rechte hat.“ Die Stadt erwidert, sie habe Guldner zuvor in diesem Jahr schon drei Grundstücke angeboten, die sie alle wegen der Lage abgelehnt habe. Mit der Offerte im Almet wollte die Stadt, wie sie hervorhebt, dem pflegebedürftigen, gehbehinderten Vorpächter ebenso gerecht werden wie Interessentin Guldner.

Das Liegenschaftsamt prüfe bei jedem Pachtwechsel, welche Bauten zulässig sind und bleiben dürfen. „Es wäre jedoch nicht gerecht, wenn bei Pachtende das Risiko des Abrisses und der Entsorgung beim Verpächter, also der Landeshauptstadt und damit der Allgemeinheit, bliebe“, sagt Blug zum Vorgehen im Allgemeinen.

Und die besonderen Umstände beim Grundstück im Almet? „Sie wurden der Bewerberin in einem Ortstermin erklärt und ein Pachtverzicht für zwei Jahre angeboten. Die Bewerberin war zunächst einverstanden“, sagt Blug. Dass Bauten bei Ende des Pachtvertrages wegmüssen, ist eine Standardklausel. Sie zieht aber nicht immer einen Abriss nach sich. „Für das Steinhaus verzichten wir auf diese Verpflichtung bei Ende des Pachtvertrages“, fügt der Stadtsprecher mit Blick auf den Garten im Almet hinzu. Überhaupt hätten die Vertragspartner ja nicht nur Pflichten. „Viele unserer Pächter lieben ihre Oasen im Grünen und investieren viel Arbeit. Diese Pachtgärten bieten gerade Wohnungsmietern und kinderreichen Familien Erholung.“ Und bei einer Pacht von 20 Cent pro Quadratmeter und Jahr sind die Einnahmen nachrangig, wie Blug vorrechnet. Nun will die Stadt den Gesprächsfaden mit Guldner nicht abreißen lassen und sucht eine andere Lösung.

STICHWORT

Gebiete mit Kleingärten, davon Gärten der Stadt Saarbrücken:

St. Arnual: Brebacher Straße, Lehmkaulweg, Rubensstraße, Almet, Hartental.

St. Johann: Hauberrisser Straße, Bruchhübel, Preußenstraße, Thüringer Straße.

Alt-Saarbrücken: Ehrental/ Metzer Straße, Galgendell, Folsterhöhe.

Malstatt-Burbach: Knappernroth, Meyersdell, Füllengarten, Grüneichstraße, Fenner Straße.

Güdingen: Simbach, Leinpfad. Gersweiler: Feldstraße.

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