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Perspectives-Festival-Club am E-Werk: Heute fällt der Startschuss fürs Party-Wochenende

Das Saarbrücker E-Werk ist auch Spielstätte der Perspectives. Direkt gegenüber, in einem ehemaligen Möbelhaus, wird gefeiert.

Das Saarbrücker E-Werk ist auch Spielstätte der Perspectives. Direkt gegenüber, in einem ehemaligen Möbelhaus, wird gefeiert.

Amerika war gestern. Die Möbelkette, die hier früher residierte, versprach sich offenbar viel vom Wilden Westen. Zum Probesitzen auf Sessel und Sofas lockte sie ihre Kunden in quietschbunte Wüstenlandschaften. Noch immer reitet John Wayne hier an der Wand durch die Felsschluchten von Colorado und hebt die Hand zum Gruße. Doch es hat wohl nichts genutzt, der Laden schräg gegenüber dem E-Werk auf den Saarterrassen steht leer. Zum Glück für Gero Heckmanns von den Acrobaten, der nach dem Wegfall des Römerkastellgeländes nach einer geeigneten Location suchte für den Festivalclub der Perspectives.

Genau eine Woche hatten die fünf Acrobaten Zeit, um dieses 2000 Quadratmeter riesige Ladenlokal in einem modernen Gewerbezweckbau zu verwandeln. In einen Club, der die Besucher gleich beim Eintritt begeistert, noch bevor hier die französischen Musikgruppen und DJs loslegen, um den Saal zu rocken. Das sei gar nicht so einfach, sagt Gero Heckmanns. Im verschachtelten Römerkastellgelände mit seinen alten Gebäuden konnte man hinter jeder Ecke neue Entdeckungen machen. Hier aber habe man nur einen einzigen großen Raum. „Um eine Struktur reinzubringen, werden wir ihn in verschiedene Bereiche unterteilen, Räume im Raum schaffen, damit man auch hier um Ecken gehen kann“, erklärt Heckmanns und zeigt auf die Metall-Traversen, die seine Kollegen gerade mit dunklen Tüchern verkleiden.

Gleich links neben dem Eingang soll eine Lounge für Künstler entstehen. Wendet man sich von dort nach rechts, sieht man im Zentrum eine Theke aus Europaletten und weit hinten die aus Podesten gebaute Bühne. Mit 40 Quadratmetern Fläche wird sie größer als die größte des Römerkastells. „Die werden wir mit visuellen Animationen gestalten, die dann abends auch live bedient werden“, verrät Heckmanns schon mal vorab.

Doch welches Styling sie dem Innenleben der Halle verpassen? „Vintage-Future“ vielleicht? Auf jeden Fall werde man das Römerkastell nicht kopieren, auch wenn man Deko-Elemente aus dem reichhaltigen Fundus benutze, sagt Heckmanns. Viel mehr dazu sagen will er beim SZ-Gespräch zwei Tage vorm Festival-Start lieber noch nicht. Auch während des Festivals werden die Acrobaten noch weiter sägen, hämmern und schrauben, an den Tagen, an denen der Club geschlossen ist.

Zur großen Abschlussparty mit dem „Rave of the year“, wenn sie die Massen erwarten, soll es an einem Ende der Halle noch einen Bazar geben, in dem Szene- und Designer-Läden ihre Waren feilbieten. Und noch einen Durchgang nach draußen, auf eine Wiese, auf der man chillen und sich an Food-Trucks stärken kann. Die Acrobaten haben also noch viel vor. Sicher ist eines: John Wayne wird es nicht sehen. Er ist zusammen mit der ganzen Wüsten-Welt hinter Tüchern ausgesperrt. Denn Amerika, das war gestern.
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Eröffnung des Festivals heute, 22 Uhr, mit der französischen Band Minuit. Anschließend legt die Hipster Crew Sixties, Funk und Soul auf. Ein kosteloser Bus-Shuttle fährt um 23.30 Uhr, 0.15 Uhr und 1 Uhr vom E-Werk zum Rathaus.
Samstag, 14. Mai: Konzert von Housse de Racket, anschließend DJ set: Blazzco (2-Zimmer-Gefüge). Shuttle um 23.30, 0.15, 1 Uhr. Freitag, 20. Mai: Konzert von Fishbach. Anschließend DJ Set: Mad Money Morv (FunkFreaks). Shuttle um 23 Uhr, 23.45 Uhr und 0.30 Uhr

Samstag, 21. Mai: Konzert von Azad Lab. Anschließend: Rave Of The Year mit Barem, Dorian Paic, Römerkartell: Phil&Julz, Arndt 29 und Gero. Shuttle: Hinfahrt und Rückfahrt von 21 bis 7 Uhr morgens alle 20 Minuten. sbu  
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