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Petry und Hager neu im FCS-Aufsichtsrat

Saarbrücken. Es war manchmal laut, teilweise kontrovers, und es ging auch mal unter die Gürtellinie. Doch die Mitgliederversammlung des 1. FC Saarbrücken am Montagabend in der Saarbrücker Congresshalle brachte auch Ergebnisse. Wobei die Resultate ganz im Sinne des Aufsichtsratsvorsitzenden Reinhard Klimmt waren. Denn mit 297 von 355 Stimmen wurde Unternehmer Daniel Hager in den Aufsichtsrat des Vereins gewählt, Ex-Politiker Leo Petry erhielt 208 Stimmen – beide Wunschkandidaten von Klimmt.

„An erster Stelle steht das Wohl des Vereins“, erklärte FCS-Präsident Paul Borgard der Versammlung nach der Abstimmung, „ich danke Ihnen für diese gute Wahl.“ Die aus den Reihen der FCS-Fans aufgestellten Claudio Mariotto (60 Stimmen) und Dirk-Sören Prophet (144) konnten sich nicht durchsetzen. „Ich bin nicht enttäuscht. Die Fans haben gezeigt, dass sie kritisch sind“, sagte Prophet und kündigte an, bei nächster Gelegenheit wieder für den Aufsichtsrat kandidieren zu wollen: „Ich habe Spaß daran gefunden, das Präsidium nervös zu machen.“

Vor dem Urnengang war es zu kontroversen Diskussionen gekommen, in denen sogar von Wahlmanipulation die Rede war. Ein Mitglied hatte wohl zwei Stimmzettel erhalten. Erstmals „mussten“ die Frauen- und Herren- Fußballmannschaften bis zur Abstimmung kurz vor 23 Uhr bleiben, wie mehrere Spieler bestätigten. Sie mussten sich den Vorwurf gefallen lassen, „Stimmvieh“ des Präsidiums zu sein.  Die geplante Änderung der Vereinssatzung in fast 60 Punkten wurde wegen der fortgeschrittenen Uhrzeit auf die Mitgliederversammlung 2012 vertagt.



Zu Beginn des Abends hatte Präsident Borgard auf seine nunmehr einjährige Tätigkeit zurückgeblickt und dabei ein Schreiben des Saarbrücker Sportdezernten Harald Schindel (Die Linke) zum Stadionbau vorgelesen. „Wir können jetzt eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben“, hieß es in dem Schreiben, die anschließende Ausschreibungsphase dauere zehn Monate. Borgard rechnet mit der Fertigstellung der neuen Spielstätte bis 2014. Dann „müssen Länderspiele nicht mehr in Kaiserslautern stattfinden“, sagte Borgard. Vize-Präsident Harald Ebertz erntete tosenden Applaus, als er in seiner Rede zur sportlichen Situation erwähnte, dass die A-, B- und C-Jugend des FCS gegen die entsprechenden Mannschaften des 1. FC Kaiserslautern gesiegt haben.

Mit Spannung erwartet wurde der Vortrag von Schatzmeister Dieter Weller. Er überraschte diesmal mit moderner Präsentationstechnik und der Aussage: „Wir haben Geld, wir müssen es nur richtig einsetzen.“ Nach seiner Rechnung hat der FCS im abgelaufenen Jahr 675 Euro Überschuss erwirtschaftet. In dieser Saison habe man den vierthöchsten Etat der 3. Liga, der Personalaufwand des Gesamtvereins betrage 2,989 Millionen Euro. Doch Weller mahnte auch: Bislang seien nur 82 Prozent der Ausgaben durch Einnahmen abgedeckt. Es fehlen noch etwa 700?000 Euro. Das sei aber nicht ungewöhnlich.  Weller: „Nicht immer ist ein Etat schon zu Saisonbeginn komplett gedeckt. Wir müssen daran noch ordentlich arbeiten, sonst droht uns erstmals seit vielen Jahren wieder ein negatives Ergebnis.“



Offenbar trägt diese Arbeit bereits Früchte. Nach SZ-Informationen soll in den nächsten Tagen ein neuer Sponsor vorgestellt werden. Weller meinte weiter: „Bis zur Jahrtausendwende hat der Verein geschlafen. Dann haben wir – einzeln oder gemeinsam – geträumt. Jetzt sind wir hellwach und machen nicht die Fehler, die andere gemacht haben.“


FCS verpflichtet Togolese Salifou

Saarbrücken. Die Mitgliederversammlung des Fußball-Drittligisten 1. FC Saarbrücken war keine 30 Minuten beendet, da sickerte die Meldung über die Neuverpflichtung eines Spielers durch. Nach dem heutigen Medizincheck soll Moustapha Salifou das Mittelfeld des FCS verstärken. Der 28-jährige frühere Nationalspieler aus Togo war zuletzt arbeitslos und spielte davor beim englischen Premier League-Club Aston Villa. Allerdings brachte er es nur auf vier Einsätze in der höchsten englischen Spielklasse, sechs Mal kickte Salifou in der Reserve. Der Togolese war im Jahr 2008 vom Schweizer Zweitligisten FC Wil 1900 nach England gegangen.

Von 2002 bis 2005 trug Salifou das Trikot von Rot-Weiß Oberhausen in der 2. Liga. Mitspieler damals waren auch die beim FCS nicht unbekannten Toni Tieku, Daniel Cartus und der heutige Trainer Jürgen Luginger. „Salifou ist am Samstag gegen Offenbach spielberechtigt“, erklärte FCS-Präsident Paul Borgard, „wir haben die Verpflichtung nicht in der Versammlung angekündigt, um nicht in den Verdacht zu geraten, mit so einem Manöver den Ablauf zu beeinflussen“. cor

© WhatsBroadcast
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