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Polizei: Mehr Radwege sind wichtig

Saarbrücken. Kinder sind im Straßenverkehr nach Angaben des Statistischen Bundesamtes besonders auf dem Schulweg und am Nachmittag gefährdet. Was tut die Stadt, um die Sicherheit der Kinder und Jugendlichen zu erhöhen? Wird es mehr Radwege an Schulen geben? Stadtpressesprecher Thomas Blug: „Es gibt derzeit kein spezielles Programm ‚Radverkehr an Schulen’. Das behandeln wir im ohnehin laufenden Programm zur Schulwegsicherheit mit. Die Stärkung des Radverkehrs gehen wir ganzheitlich an.“ Davon profitierten dann auch Kinder und Jugendliche. Bis 2015 sollen doppelt so viele Menschen mit dem Rad fahren, der Radverkehr soll von derzeit fünf auf zehn Prozent steigen, teilt Blug mit. Rund 70 Kilometer Radwege gibt es in Saarbrücken zurzeit.

Die Verwaltung prüfe bei der Sanierung von Hauptverkehrsstraßen, ob Radwege oder –streifen angelegt werden können. „Dies erleichtert auch den Weg zur Schule. Liegen die in Tempo- 30-Zonen, sind an dieser Stelle keine Radfahrstreifen erforderlich.“ Blug weist auf ein Problem hin: „An Schulen ist die Radverkehrsplanung oft schwer wegen der Ansprüche des Anwohnerparkens in den Wohngebieten, die zum Teil auch vehement eingefordert werden.“ Nach Informationen der Unfallkasse des Saarlandes gehen die Radfahrerunfälle auf dem Weg zur Schule seit Jahren zurück. Trotzdem registrierte das Statistische Bundesamt für das Saarland 72 Leicht- und Schwerverletzte unter 15 Jahren, Zahlen für den Regionalverband gibt es nicht. Bernd Brutscher, Verkehrsexperte der Polizei, meint: „Jeder zusätzliche Radweg erhöht die Sicherheit der Kinder.“

Dann müssten sich Autofahrer und Radler nicht die Fahrbahn teilen. In den nächsten beiden Jahren baut die Stadt das Radwegenetz in folgenden Straßen aus: Metzer Straße, Talstraße, Lebacher Straße vom Cottbuser Platz bis zur Kreuzung Rußhütte, Dudweilerstraße vom Beethovenplatz bis zur Wilhelm- Heinrich-Brücke, Meerwiesertalweg/ Schützenstraße, Saarbrücker Straße in Dudweiler und der Fischbachtalweg mithilfe des EU-Projekts velo vis à vis. 2010 habe die Verwaltung 1,2 Millionen Euro in den Radverkehr investiert, teilt Blug mit. Dazu zählten auch mehr Fahrradständer in der Stadt. Die rot-rot-grüne Koalition hat einen Fahrradbeauftragten durchgesetzt, der sich verstärkt für den Ausbau des Radwegenetzes einsetzen soll. Die Stadt werde auch die Öffentlichkeitsarbeit fürs Radfahren und die Verkehrserziehung verstärken, erklärt Blug. Hier setzt auch die Polizei in Zusammenarbeit mit den Schulen Akzente. Eines der Projekte ist der Fahrradführerschein mit theoretischem Unterricht und einer Fahrprüfung in der Jugendverkehrsschule.

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