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Polizei warnt: Herbst ist Saison für Einbrecher

Saarbrücken. Mitte Oktober im Flur eines Mehrfamilienhauses in Alt-Saarbrücken: Eine Bewohnerin trifft auf einen Fremden, der auf Nachfrage erklärt, dass er auf eine weibliche Person warte. Die gibt es hier allerdings nicht. Die Bewohnerin verweist den Mann aus dem Haus. An der Wohnungstür der Erdgeschosswohnung werden Hebelspuren festgestellt. Die Vermutung von Kriminalhauptkommissar Raimund Hißler vom Kriminaldienst Saarbrücken: „Vermutlich hat die Hausbewohnerin den Täter bei der Tatausführung gestört.“ Vier Wochen später allerdings wird dieselbe Wohnung erneut von Einbrechern angegangen. Diesmal dringen die Täter von außen durch die Terrassentür ein. Zeugen? Leider keine.

Rastpfuhl Ende Oktober, ein Nachmittag: Hausbewohner fahren zum Einkaufen in die City. Ihr Haus bleibt leer zurück. Ein Nachbar beobachtet zwei junge Männer, die an besagtem Haus „Sturm klingeln“. Als nicht geöffnet wird, entfernen sie sich zunächst, worauf der Nachbar ihnen keine Beachtung mehr schenkt. Als die Hauseigentümer zurückkommen, finden sie die Terrassentür aufgehebelt, alle Schränke durchsucht und den Schmuck gestohlen.

Das sind zwei typische Fälle von sogenannten Tageswohnungseinbrüchen, die sich in der dunklen Jahreszeit häufen. Denn wenn die Tage kurz sind, sieht man den Häusern leichter an, ob jemand daheim ist oder nicht.  Meist haben es die Bewohner beim Weggehen unterlassen, Licht anzulassen oder Garagentore zu schließen.



Allein im Gebiet der Landeshauptstadt gab es von Oktober 2010 bis März 2011 insgesamt 90 Tageswohnungseinbrüche (Vorjahreszeitraum: 81). Im Oktober 2011 waren es erst elf Taten (Vorjahr 19), aber möglicherweise ist dieser Rückgang nicht dauerhaft.

„Augenfällig für die Stadt Saarbrücken ist, dass nicht nur Einfamilienhäuser in Stadtrandlage, sondern auch Wohnungen in Mehrfamilienhäusern von Einbrechern aufgesucht werden“, berichtet Hißler. Hierbei verschaffen sich die Täter Zugang, indem sie so lange an verschiedenen Klingeln läuten, bis irgendjemand öffnet. Oft wird durch den Öffnenden nicht kontrolliert, wer geklingelt hat und mit welchem Ansinnen er in das Haus will. Durch Auskundschaften (Horchen an Türen, Klingeln, Anrufe) wird dann getestet, ob jemand in der Wohnung ist. Wird die Wohnung als verlassen eingeschätzt, gelingt es den Tätern oft schnell, Türen zu öffnen. Hauptkommissar Hißler hat festgestellt, dass in Altbauten oft noch instabile Holztüren eingebaut sind, deren Schlosszungen kinderleicht zurückgedrückt werden können. Dringender Rat deshalb: Türen immer absperren, nie nur zuziehen! Auch bei kurzer Abwesenheit sollten Fenster geschlossen werden. Wer Licht brennen lässt und die Läden zu passender Zeit herunterlässt (für beides gibt es Zeitschaltuhren), täuscht Anwesenheit vor und verleidet damit möglichen Tätern einen Beutezug.  Sie scheuen nichts so sehr wie Kontakte.



Der wirksamste Schutz vor Einbrechern ist nach Überzeugung von Raimund Hißler eine wachsame Nachbarschaft, die ein Auge für verdächtige Personen und Fahrzeuge hat und die Wahrnehmungen an die Polizei weitergibt, an die nächste Wache oder per Notruf an 110.

Wer sein Wohneigentum besser sichern will, wende sich an die kostenlose Einbruchsschutzberatung der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle beim Landeskriminalamt Saarbrücken.

Info: Dezernat LKA 14, Polizeiliche Kriminalprävention und Opferschutz, Tel. (06 81) 9 62 35 35, oder LKA-Saarland-14@polizei.slpol.de.

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