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RAG-Tochter will Windkraft vom Standort Erkershöhe liefern

Das wäre ungefähr ein Sechstel des erklärten Ausbauziels der Landesregierung bei Windenergie. „Eine verlässliche und bezahlbare Energieversorgung ist für die energieintensive saarländische Wirtschaft von großer Bedeutung“, sagte Umweltminister Reinhold Jost, „das Saarland hat beim Ausbau erneuerbarer Energien sowohl Nachholbedarf als auch große Potenziale.“ Die sollen nun unter anderem am Standort Erkershöhe in Friedrichsthal genutzt werden. Im Naherholungsgebiet am Itzenblitzer Weiher und auch noch auf Gebiet der Gemeinde Merchweiler sollen bis Anfang 2016 drei Windkraftanlagen entstehen.

„Der Friedrichsthaler Stadtrat hat der Windenergie ja bereits zugestimmt“, erklärte Rudolf Krumm, Geschäftsführer der neuen montanWIND, „die Anlagen in Friedrichsthal sollen künftig 7,5 Megawatt Leistung bringen. Wir sprechen von einem Investitionsvolumen von etwa 15 Millionen Euro. Die vorgeschriebenen Untersuchungen laufen, sodass wir Ende des Jahres ins Genehmigungsverfahren einsteigen können.“

Und da taucht in der schönen Geschichte von der Windenergie wie im Märchen das „Böse“ auf. Da hofft man darauf, dass auch nach der Novelle des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) die wirtschaftlichen Grundlagen für die Betreiber nicht verschlechtert werden.

Für das Genehmigungsverfahren müssen unter anderem Schallemissionen und Schattenwurf untersucht werden, die Auswirkungen auf das Landschaftsbild müssen ebenso analysiert werden wie die Auswirkungen auf Vogel- und Tierreich. Hinzu kommt, dass man im Regionalverband bislang einen Mindestabstand von 650 Metern zwischen Windkraftanlagen und Wohnbebauung vorschreibt, aber prüft, ob dieser nicht auf 800 Meter erhöht werden muss. „Wir wollen die Möglichkeiten der Windenergie nutzen, aber nicht um jeden Preis“, betonte Umweltminister Jost, „wir nehmen alle Interessengruppen sehr ernst, wir werden aber sicher auch nicht auf jede Interessenlage Rücksicht nehmen können.“

Wenn die RAG vorrechnet, dass beispielsweise über Gewerbesteuer, Auftragsvergaben an lokale Firmen oder Pacht bis zu sieben Millionen Euro jährlich an zusätzlicher Wertschöpfung entsteht, dürfte es für manchen Anwohner nur ein schwaches Argument sein. „Am Ende brauchen wir die Akzeptanz“, weiß auch Rudolf Krumm, „nach einer Studie sind 70 Prozent der Saarländerinnen und Saarländer bereit, den Ausbau der Windenergie zu akzeptieren.“ Man darf gespannt sein, wie sich die Zahl entwickelt, wenn die Projekte konkret werden – in Friedrichsthal und anderswo.

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