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Realschul-Abschlussprüfung im Saarland: War die Matheprüfung zu schwer?

Saarbrücken. Von Prozentrechnungen bis zu logischen Aufgaben reichte die Abschlussprüfung in Mathematik für Realschüler. Acht Aufgaben hatten sie zu lösen. Doch der Großteil schaffte nur sieben in der vorgegebenen Zeit. Daraufhin sah sich die Schulaufsichtsbehörde veranlasst, die Bewertung herunterzuschrauben. Die im Pflichtteil gestellten Aufgaben seien „von einem Prüfling durchschnittlicher Leistungsfähigkeit in der zur Verfügung stehenden Zeit kaum zu bewältigen“, heißt es in einem Schreiben der Behörde an die saarländischen Real- und Gesamtschulen. Dass die Erstellung der Prüfungsaufgaben zu praxisfern sei, verneint das Bildungsministerium auf Anfrage. Die Aufgaben würden von einer Fachkommission aus Mathematik-Lehrern der Erweiterten Real- und Gesamtschulen erstellt. Anschließend werden sie von der Schulaufsicht geprüft. Die Aufgaben orientieren sich einerseits an den saarländischen Lehrplänen, andererseits an den sogenannten bundeseinheitlichen Bildungsstandards. Diese hat die Kultusministerkonferenz beschlossen, um das Abitur auf ein einheitliches Niveau zu bringen. Warum die Prüfungsergebnisse dieses Mal so schlecht ausgefallen sind, werde noch untersucht. Jedenfalls müsse die Prüfung dem Anspruchsniveau des mittleren Bildungsabschlusses entsprechen. Allerdings sind leistungsstarke Schüler der A-Kurse (gymnasiales Niveau) von der Prüfung befreit, so dass „die Aufgaben nur den leistungsschwächeren Schülern gestellt werden“, so das Bildungsministerium.

Für die neue Bewertung nach dem 15-Punkte-System genügt es, sieben Aufgaben gelöst zu haben, um auf ein Sehr Gut (13 bis 15 Punkte) zu kommen. Jede Aufgabe zählt sechs Rohpunkte, acht Aufgaben demnach 69 Rohpunkte. Statt 69 soll sich die Bewertung also auf 63 Rohpunkte (für sieben Aufgaben) beziehen. Außerdem wird ausnahmsweise der Bewertungsschlüssel für die Hauptschulabschlussprüfung herangezogen, der die Latte der zu erreichenden Punkte für die Note ausreichend und mangelhaft niedriger ansetzt als die Realschulabschlussprüfung. Schüler, die über 63 Rohpunkten liegen, werden in der neuen Tabelle dennoch berücksichtigt. Ab 61,5 Punkten gibt es die beste Note (15). Mit einer freiwilligen mündlichen Prüfung kann eine schlechte schriftliche Note wettgemacht werden.

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