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Regen-Chaos im Saarland: Polizei und Feuerwehr im Dauereinsatz

Auf einem Parkplatz in Heusweiler stehen Autos nach dem Starkregen unter Wasser. Foto: B&b

Auf einem Parkplatz in Heusweiler stehen Autos nach dem Starkregen unter Wasser. Foto: B&b

Diese Fastnachtstage wird so schnell wohl keiner vergessen. Starkregen und Sturm sorgten für Chaos im ganzen Land. Ein Mann kam dabei gestern sogar ums Leben. Der Autofahrer verunglückte nach Polizeiangaben am Abend im Waldgebiet zwischen Sitterswald und Bliesransbach. Ein Sprecher sagte, der Fahrer habe vermutlich einem umgestürzten Baum ausweichen wollen. Dabei kam das Auto den Angaben zufolge von der Straße ab und rollte eine Böschung hinab. Der Fahrer war bereits bei Eintreffen der Feuerwehr tot. Die Waldstrecke wurde gesperrt.

In großen Teilen des Landes waren Polizei , Feuerwehren und Technisches Hilfswerk im Dauereinsatz. Allein im Regionalverband Saarbrücken rückten die Feuerwehren binnen weniger Stunden 100 Mal aus, davon 65 Mal in der Landeshauptstadt. Meist handelte es sich um überschwemmte Straßen, vollgelaufene Keller oder umgestürzte Bäume . Die Polizei registrierte nach dem Beginn des Starkregens in der Mittagszeit bis zum Abend landesweit rund 120 Einsätze.

Das Hochwassermeldezentrum des Saarlandes bat Bevölkerung und Einsatzkräfte gestern Nachmittag um besondere Aufmerksamkeit. Es bestehe „an allen Gewässern im Saarland extreme Hochwassergefahr mit lokalen Ausuferungen und Überflutungen örtlicher Straßen“. Bereits gestern musste die Polizei in zahlreichen Fällen Straßen sperren, weil sie überschwemmt waren oder Erdmassen auf die Fahrbahn gerutscht waren. Am Abend waren noch immer 13 Straßen voll gesperrt. Auch Auenlandschaften wie in Beeden, Wörschweiler, Ingweiler und Limbach standen unter Wasser.

In Homburg musste die Polizei am Montag ausrücken, da auf der Kaiserstraße zwischen Homburg und Limbach mehrere Paletten von einem Lastwagen gefallen waren und durch starke Windböen umherflogen. Die Kaiserstraße war während der Aufräumarbeiten nur teilweise befahrbar.

Ab 14 Uhr waren gestern auch im Kreis St. Wendel alle Feuerwehrgerätehäuser besetzt, nach eineinhalb Stunden gab es schon etwa 70 Einsätze, rund 300 Feuerwehrleute waren im Einsatz. In Nalbach strömten von höher gelegenen Straßen Wasser und Schlamm in die Hubertusstraße. In St. Barbara, einem Ortsteil von Wallerfangen, blies der Wind einen Kamin von einem Haus, der in eine Stromleitung fiel. Die Schlossbergstraße, die Hauptdurchgangsstraße, musste für den Einsatz der Saarlouiser Drehleiter vollgesperrt werden, der Strom wurde wegen der Reparaturarbeiten am Mittag für eine Stunde abgestellt.

In Neunkirchen kam es gestern nach Auskunft der Polizei zu einem Aquaplaning-Unfall. In Fahrtrichtung Ottweiler gerieten zwei Fahrzeuge ins Schwimmen und kollidierten, ein Fahrer wurde verletzt. Die B 41 im Bereich Sinnerthal wurde teilweise überflutet. In Hangard musste die Polizei den überschwemmten Hofplatzweg komplett sperren. Am Ortsausgang Hüttigweiler in Richtung Welschbach bewegte sich ein Hang, dort gab es kurzzeitig eine Vollsperrung.

Der Deutsche Wetterdienst teilte gestern mit, dass es noch ein oder zwei Tage weiter regnen werde, auch mit Sturmböen sei weiterhin zu rechnen.  
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