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Rund 400 Senioren tagten in der Dillinger Stadthalle

Einhellig begrüßt haben Teilnehmer des ersten Saarländischen Seniorentages gestern in Dillingen die geplante Gesetzesänderung, nach der jede Kommune im Saarland künftig einen Seniorenbeirat haben soll. Diese Soll-Vorschrift sei auch bundesweit „ein Fortschritt“, lobten Ursula Lehr, Alters- Expertin und frühere Bundesfamilienministerin, sowie die Sozialwissenschaftlerin Barbara Eifert. Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) unterstrich, die „Soll-Formulierung heißt ja so viel wie müssen, soweit keine gravierenden Einwände dagegen vorliegen.“ Eine Verpflichtung wolle man aber nicht ins Gesetz schreiben. Eine Kommune könne selbst entscheiden, ob sie einen Seniorenbeirat oder einen Seniorenbeauftragten haben wolle. Ziel der Gesetzesänderung sei, dass deutlich mehr als die jetzt 16 von 52 saarländischen Kommunen einen Seniorenbeirat einrichten, erklärte Sozialminister Andreas Storm (CDU).

„Wir setzen aufs Überzeugen statt aufs Überstülpen.“ Seniorenpolitik sei „eines der wichtigsten Politikfelder der Landesregierung“. Die saarländischen Seniorenbeiräte setzen sich in der Regel aus Vertretern fachlich kompetenter Organisatoren zusammen. Mehr Gewicht sowohl in der Kommune als auch bei Bürgern könnten sie haben, wenn sie direkt gewählt würden, sagten Lehr und Eifert. Für das Saarland denkbar, antwortete Storm, aber nicht sofort. Beispiele aus dem Saarland illustrierten, dass Seniorenbeiräte vor allem konkrete Fragen lösen. Sie bringen sich in örtliche Planungen ein, tragen zur Abhilfe von Problemen bei und organisieren auch selbst Kontaktnetze.

Dillingens Bürgermeister Franz-Josef Berg nannte als Arbeits-Beispiele des örtlichen, seit 1992 bestehenden Seniorenrates: „Wir haben Bürgersteige abgesenkt, der Beirat hat uns erklärt, warum eine bestimmte Treppe nicht wie geplant aussehen kann.“ Kramp-Karrenbauer, Lehr und Eifert forderten, dass Seniorenbeiräten nicht „die Türe vor der Nase zugeschlagen“ werden dürfe, wenn sie ihre Ideen einbringen wollten. Nur dann erlebten die Mitglieder ihre Tätigkeit als sinnvoll. Lehr unterstrich, dass Seniorenbeiräte nicht nur Maßnahmen forderten, die Geld kosten, sondern umgekehrt auch Ideen einbrächten, die sich auszahlen.

Altern werde dann positiv empfunden, sagte sie, „wo die Kunst zum Auskosten der noch gegebenen Möglichkeiten entsteht“. Als „überfällig“ bezeichnete die Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium, Elke Ferner (SPD), den ersten saarländischen Seniorentag, den der Vorsitzende des Landesseniorenbeirates, Günter Ballas, initiiert hatte. Als „Experiment“ bezeichnete Storm den Tag. „400 Teilnehmer sind die klarste Botschaft des Tages.“ Dem ersten sollen weitere folgen.


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