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Runde Lebensretter: Heute ist Rauchmeldertag

Irgendwie fühle ich mich ertappt, als ich die Frage von SZ-Mitarbeiter Bernhard Schäfer, ob in unserem Haus Rauchmelder vorhanden seien, mit Nein beantworten muss. „Rauchmelder sind der einfachste Mindestschutz bei einem Brand. Sie sollten in jedem Haus und in jeder Wohnung vorhanden sein“, rät Schäfer, der als Feuerwehrmann und vom TÜV Saarland ausgebildeter Brandschutzbeauftragter ein Experte auf diesem Gebiet ist.

Anlass zu der Unterhaltung waren mehrere Brände im Landkreis Neunkirchen, bei denen in diesem Jahr bereits drei Menschen starben. Schnell ist beschlossen, dass ich unser Haus mit den kleinen, runden „Lebensrettern“ ausstatten werde. Angesichts einiger Fakten, die Schäfer nennt, ist dies längst überfällig.

So erwähnt er, dass 95 Prozent aller Brandtoten nicht durch Feuer, sondern infolge einer Rauchvergiftung ums Leben kommen. Zwei Drittel der Brandopfer werden nachts im Schlaf vom Feuer überrascht. „Wenn das passiert, hat man kaum eine Chance. Allein der Rauch, der beim Brand einer Dreifachsteckdose entsteht, reicht aus, um einen Menschen zu töten. Schon zwei bis drei Atemzüge kohlenmonoxidhaltiger Luft sind tödlich“, erklärt Schäfer. Beim Kauf der Rauchmelder rät er zu qualitativ hochwertigen Produkten, die im Fachhandel zwischen 15 und 20 Euro kosten. Die Tonfrequenz des Alarms sei bei diesen Geräten so eingestellt, dass im Schlaf das Unterbewusstsein erreicht wird. Bei Billigprodukten sei dies nicht gewährleistet. „Vereinfacht kann man sagen, dass Rauch, der in einen Melder eindringt, dort eine Lichtschranke unterbricht, und so Alarm ausgelöst wird“, erklärt Schäfer. Bei größeren Häusern bieten sich über Funk miteinander vernetzte Melder an, die für rund 60 Euro pro Stück erhältlich sind. Da unser Haus nicht groß, dafür aber recht hellhörig ist, kann ich auf Funk-Rauchmelder verzichten. Unbedingt sollte man einen über der Waschmaschine beziehungsweise dem Wäschetrockner anbringen, rät der Brandschutzbeauftragte. Denn dort sei häufig der Ursprung eines Brandes. Auf jeder Etage sowie an der höchsten Stelle im Treppenhaus und vorm Schlafzimmer sollte ebenfalls ein Melder hängen. Kinderzimmer und Räume, in denen sich viele elektronische Geräte befinden, müssten zudem mit Rauchmelder ausgestattet sein. „Ich rate Besitzern einer Fotovoltaikanlage dazu, im Bereich des Wechselrichters ebenfalls einen Melder zu installieren“, so Schäfer.

Anbringen sollte man die Rauchmelder möglichst mittig an der Decke im Raum, dort herrsche die meiste Luftzirkulation. Die Montage an sich sei kinderleicht, sagt Schäfer. Und er hat recht: Eine Leiter, einen Schraubenzieher, einen Bohrer – mehr braucht man nicht. Die Bedienungsanleitung erklärt sich von selbst, sodass auch ungeübte Heimwerker einen Rauchmelder in wenigen Minuten angebracht und aktiviert haben. Kabel müssen nicht angeschlossen werden, die Melder sind batteriebetrieben. „Auch hier rate ich zu Markenprodukten. Akkus sollte man nicht verwenden, da sich diese schnell entladen“, so der Tipp des Experten. Wer die Melder nun einmal im Jahr reinigt und die Testtaste drückt, tut viel für die eigene Sicherheit. Denn für den Brandschutzbeauftragten steht fest: „Rauchmelder können Leben retten.“
© WhatsBroadcast
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