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Rußbrände in mehreren Orten des Saarlands

Der Winter ist zwar mild, doch geheizt wird trotzdem. Das führt mancherorts im Saarland vermehrt zu Kaminbränden. Im schlimmsten Fall kann sich der Brand ausbreiten.Archivfoto: Becker&Bredel

Der Winter ist zwar mild, doch geheizt wird trotzdem. Das führt mancherorts im Saarland vermehrt zu Kaminbränden. Im schlimmsten Fall kann sich der Brand ausbreiten.Archivfoto: Becker&Bredel

. Der Winter ist in diesem Jahr nicht gerade der kälteste und dennoch wird in allen Haushalten natürlich geheizt. Das merken auch die Feuerwehren , die momentan fast täglich zu Kaminbränden im Saarland ausrücken müssen. In den letzten Tagen gab es zum Beispiel Einsätze in Erbach, Ommersheim, Ormesheim und in Saarbrücken . Sie endeten alle glimpflich, doch ein Kaminbrand kann auch im Wohnhausbrand enden.

„Ein Kaminbrand entsteht, wenn sich im Schornstein abgelagerter Ruß entzündet. Eigentlich muss man eher Rußbrand sagen“, erklärt Heinz Puff, Referent für Öffentlichkeitsarbeit und stellvertretender Landesinnungsmeister der Schornsteinfeger-Innung des Saarlandes. Ein solcher Brand kann durch unvollständige Verbrennung und Ablagerungen im Kaminrohr entstehen: „Wenn man zu nasses Holz verheizt oder der Ofen zu stark gedrosselt ist, die Brennstoffe also unter Sauerstoffmangel verbrennen, lagert sich so genannter Glanzruß im Kaminschacht ab“, erklärt Puff weiter. Der könne sich sehr leicht entzünden, Flammen könnten dann bis zurück in das Kaminrohr schlagen. Unterschätzen sollte man das Risiko dabei nicht, sagt der Experte: „Innerhalb kürzester Zeit kann sich so ein Brand auf das Haus ausdehnen.“

Dies könne die Folge sein, wenn der Schornstein undicht ist oder ein Möbelstück in der Nähe des Kamins Feuer fängt. Bemerke man den Kaminbrand zu spät, sei ein Brand des ganzen Hauses möglich. Doch wie unterscheidet man ein normales Kaminfeuer von einem ausgedehnten Brand?

„Natürlich gibt es zunächst mal eine extreme Rauchentwicklung und dann schlagen Flammen aus dem Schornstein“, sagt der Experte. Ungewöhnlich starker Rauch und Funkenflug aus dem Schornstein seien Signale, bei denen man die Feuerwehr rufen sollte. Bei einem Kaminbrand können laut Puff schnell Temperaturen von bis zu 1100 Grad entstehen. Diese enorm hohen Temperaturen könnten zu nachhaltigen Schäden führen. Deswegen informiere die Feuerwehr bei Kaminbränden stets den Schornsteinfeger: „Der muss im Nachgang prüfen, ob durch die Hitze Risse im Schornstein entstanden sind, und entscheiden, ob er wieder freigegeben werden kann.“

Wenn der Schornsteinfeger den Kamin regelmäßig säubert und kontrolliert, könne einem Brand vorgebeugt werden. Drei Mal im Jahr, also alle vier Monate, kontrolliert der Schornsteinfeger die Kamine. „Selbst kann man leider wenig zur Vorbeugung eines Rußbrandes machen. Ein Laie erkennt in der Regel nicht, ob ein Schornstein in gutem Zustand ist oder nicht“, erklärt Puff. Man solle aber stets darauf achten, dass das Holz mindestens drei Jahre gelagert wurde, ehe man es verbrennt. Das Holz sollte eine Restfeuchte von weniger als 20 Prozent haben.

Bei Fragen zu Kaminbränden ist die Schornsteinfeger-

Innung des Saarlandes unter Tel. (0 68 94) 5 15 61 oder per E-Mail an die Adresse schornsteinfegerinnung.saar@t-online.de erreichbar.

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