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Saar-Hochschulen Werden acht Studiengänge gestrichen?

Ein internes Papier des Präsidiums der Saar-Uni macht deutlich, dass die Fakultäten bis zu einem Viertel ihrer Ausgaben einsparen müssten, um die Sparvorgaben des Landes zu erfüllen.

Ein internes Papier des Präsidiums der Saar-Uni macht deutlich, dass die Fakultäten bis zu einem Viertel ihrer Ausgaben einsparen müssten, um die Sparvorgaben des Landes zu erfüllen.

Acht Studiengänge würden demnach wegfallen, die sieben Millionen Euro kosten: So hofft das Präsidium, dass die Kirchen künftig die Evangelische und die Katholische Theologie finanzieren. Kunstgeschichte könnte an die Hochschule der Bildenden Künste, Musikwissenschaft an die Hochschule für Musik verlagert werden. Slavistik, Soziologie und Geografie fielen weg. Mechatronik könnte im Zuge des Umbaus der Ingenieurwissenschaften gestrichen werden. Insgesamt müssten die Fakultäten ihre Ausgaben um bis zu ein Viertel kürzen. In der Folge könnte die Zahl der Studenten an der Uni um 4700 zurückgehen, schätzt das Präsidium. Auch Drittmittel gingen verloren: geschätzt 11,7 Millionen Euro pro Jahr.

Der Universitätsrat, der bei Entscheidungen der Uni mitwirkt, beriet am Freitag über das Konzept. Am Abend erklärte er, der Rat unterstütze das Präsidium bei der Umsetzung der strukturellen Veränderungen. Das Konzept, das die Ministerpräsidentin und die Hochschulleitungen am Donnerstag vorgestellt hatten, hat indes landesweit Kritik hervorgerufen. Die Opposition im Landtag nannte die geplanten Einschnitte beim Lehramtsstudium „unverantwortlich“ und warnte, dies werde weitreichende Folgen für das ganze Land haben. Die FDP sprach sich indes dafür aus, die Studiengebühren wieder einzuführen, um die Lehre zu verbessern. Die Arbeitskammer bezeichnete die Pläne als „nicht akzeptabel“. Es werde „Raubbau“ an den Philosophischen Fakultäten getrieben, die die Hauptlast der Kürzungen tragen müssten. Anders sieht das die Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände (VSU). Sie erklärte, es sei nicht vertretbar, Studiengänge an der Philosophischen Fakultät anzubieten, deren Absolventen später meist arbeitslos seien, während die Wirtschaft dringend Ingenieure suche. Unterstützung kam auch von der Industrie- und Handelskammer. Sie begrüßte die geplante Kooperation von Uni und HTW bei den Ingenieurwissenschaften. Es müsse aber sichergestellt werden, dass die Ausbildung auch an der Uni auf hohem Niveau erhalten bleibe. noe

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