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Saar-Künstler empört über geplante Etat-Streichung für öffentliche Kunst

Symbolfoto.

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Der saarländische Künstlerbund hat sich in einer öffentlichen Stellungnahme „bestürzt“ über die Pläne geäußert, den Etat für Kunst im öffentlichen Raum in Saarbrücken für die kommenden Jahre zu streichen.

Als „nicht hinnehmbar“ bezeichnet der erste Vorsitzende des Künstlerbunds, Dirk Rausch, dass die Summe, die für den Ankauf von Werken der Bildenden Kunst zur Verfügung stand, nun wegfällt. Die Vereinigung fordert in ihrer Stellungnahme die Saarbrücker Oberbürgermeisterin Charlotte Britz, den Kulturdezernenten Thomas Brück und den Kulturausschuss des Stadtrats dazu auf, „die Entscheidung zu revidieren“. Es sei „bis zu einem gewissen Grad nachvollziehbar“, dass die Landeshauptstadt sparen müsse. Jedoch werde „eine Grenze überschritten“, wenn man die besagten Mittel komplett streiche.

Kunst und Kultur würden von einigen Menschen als eine Art „Zugabe“ oder Luxus angesehen, für die man Geld ausgeben könne, falls noch irgendwo etwas übrig ist. „Kunst und Kultur ist kein Sahnehäubchen, sondern integraler und wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft – nicht weniger wichtig als der öffentliche Nahverkehr, Kindergärten, Schulen oder die Müllentsorgung“, bekräftigt der Künstlerbund. „Welches Signal sendet diese Entscheidung an die Künstler und Künstlerinnen die schon lange in dieser Stadt leben und arbeiten oder diejenigen, die in dieser Stadt an der Hochschule der Bildenden Künste Saar ausgebildet werden?“ Rausch fordert von den Verantwortlichen, den kulturellen Beitrag zu bedenken, den die freischaffenden bildenden Künstler und Künstlerinnen zur Identität und Lebensqualität der Stadt Saarbrücken beitrügen. Als Beispiel nennt er die jährlich stattfindenden „Tage der Bildenden Kunst“, die sich in den vergangenen Jahren zu einem festen und „sehr gut frequentierten“ Termin in der Stadt entwickelt hätten. Ohne die beteiligten Künstler würde es diese Aktionstage ebensowenig geben wie die Ausstellungen und Kulturveranstaltungen. Rausch fragt: „Wie sähe Saarbrücken ohne künstlerische Gestaltungen im öffentlichen Raum aus? Gäbe es den St. Johanner Markt in seiner jetzigen Form, ohne dass Künstler aus dieser Stadt und der Region Vordenker dafür gewesen wären?“

Als aktuelles Beispiel nennt er zudem die isländische Künsterlin Sigrun Olafsdottir, die die Saarbrücker Schifferstraße mit ihrer Plastik „Duo“ zu einem Platz verwandelt habe. „Für die Aufrechterhaltung der einer Landeshauptstadt angemessenen Handlungsfähigkeit im Umgang mit Bildender Kunst halten wir die Existenz eines Kulturetats für unabdingbar. Das Nichtvorhandensein eines solchen stellt in unseren Augen nicht nur eine finanzielle, sondern auch eine moralische Bankrotterklärung dar.“

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