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Saar-Uni will Hausarzt-Beruf attraktiver machen

Saarbrücken. Das Saarland bekommt einen Lehrstuhl für Allgemeinmedizin. Das bestätigten gestern die Kassenärztliche Vereinigung (KV) und die Universität des Saarlandes auf Anfrage. Beide unterzeichnen nach langen Verhandlungen einen Vertrag, der den Aufbau eines solchen Lehrstuhls am Uniklinikum Homburg vorsieht. KV-Chef Gunther Hauptmann sagte, dass nun ein wichtiger Baustein beim Kampf gegen den drohenden Hausärztemangel auf den Weg gebracht worden sei. Hintergrund ist, dass es immer weniger junge Ärzte als Allgemeinmediziner aufs Land zieht. Der Lehrstuhl soll dazu beitragen, die Versorgung zu stärken.

Positive Reaktionen gab es von Gesundheitsminister Georg Weisweiler (FDP). Im Koalitionsvertrag der Regierung aus CDU, FDP und Grünen war bereits 2009 der Aufbau der Professur vereinbart worden. Für Weisweiler „ein wichtiges Element“ in der Medizinerausbildung. Der Minister erinnerte zugleich an die lange Entstehungsgeschichte. Bereits im Dezember 2009 habe er erste Gespräche geführt. Vor gut einem Jahr sei der Lehrstuhl inhaltlich beschlossen worden. Bereits im Frühjahr sei der Vertrag verhandelt gewesen, so Weisweiler. Er kritisiert, dass bis zur Unterschrift „gute Zeit verloren“ worden sei – für die Besetzung des Lehrstuhls.

Dieses Verfahren soll nach Angaben von Gunter Hauptmann bis Anfang 2013 abgeschlossen sein. Spätestens im Juli 2013 muss der Lehrstuhl besetzt werden, sonst zieht die Kassenärztliche Vereinigung ihren finanziellen Beitrag zurück. Der beträgt immerhin 1,5 Millionen Euro verteilt auf zehn Jahre und wird, wie Hauptmann betont, von Fachärzten und Allgemeinmedizinern gemeinsam getragen.

Die Uni erklärte, dass sie den KV-Beitrag sehr begrüße. Nun seien die Gremien der Hochschule am Zug. Diese müssen die Besetzung angehen.

Ein Vorteil für Ärzte und letztendlich für die Patienten ist nach Hauptmanns Überzeugung, dass der neue Professor samt Mitarbeiter sich auch der Versorgungsforschung widmen soll. Davon erhoffen sich die Mediziner und der Gesundheitsminister konkrete Erkenntnisse, wie die Versorgungssituation im Saarland ist. Schließlich sei das Ziel, diese Situation nicht nur durch zusätzliche Hausärzte, sondern auch durch Forschung zu verbessern.

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