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Saar-Verkehrsministerin: 0-Promille-Grenze für Autofahrer bis 24 Jahre

Null Promille am Steuer: Das Ziel des

Null Promille am Steuer: Das Ziel des "Bob"-Projektes.

Nach Meinung der Deutschen Verkehrswacht soll die Null-Promille-Regelung im Straßenverkehr für alle Fahrer bis 24 Jahre gelten. Der Forderung schließen sich im Saarland Politik und Verbände an.

Von SZ-Redaktionsmitglied Sonja Riedel


Saarbrücken. Die Deutsche Verkehrswacht fordert ein absolutes Alkoholverbot für Autofahrer im Alter bis 24 Jahre. Obwohl die allgemeinen Unfallzahlen deutlich zurückgegangen seien, stelle das Fahren unter Alkoholeinfluss weiterhin ein erhebliches Problem dar, so die Verkehrswacht in einer Pressemitteilung. Das absolute Alkoholverbot für Fahranfänger von 18 bis 21 Jahre alte Fahrer sei erfolgreich. Da die Probleme in der Altersgruppe der 21- bis 24-Jährigen noch größer seien, solle die Null-Promille-Regelung auf diese Altersgruppe erweitert werden.

Die saarländische Verkehrsministerin Simone Peter (Grüne) unterstützt die Forderung. „Die Deutsche Verkehrswacht hat die richtige Diskussion angestoßen. Mit Blick auf die hohe Zahl der Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss ist null Promille als Ziel vernünftig“, sagt sie.



829 Verkehrsunfälle im Jahr 2009 unter Alkoholeinfluss im Saarland

Laut der Landespolizeidirektion gab es im vergangenen Jahr 829 Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss im Saarland, 2008 waren es 920. Insgesamt gab es 2009 im Saarland 30.307 Unfälle im Straßenverkehr, 2008 waren es 30.042. Bei den Verursachern von Verkehrsunfällen unter Alkoholeinfluss gibt es im Saarland bei den Gruppen der 18- bis 21-Jährigen und der 21- bis 24-Jährigen keine großen Unterschiede. Im vergangenen Jahr haben 88 junge Menschen im Alter von 18 bis 21 Jahren alkoholisiert einen Unfall verursacht, bei den 21- bis 24-Jährigen waren es 80. Im Jahr 2008 haben 92 junge Menschen im Alter von 18 bis 21 unter Alkoholeinfluss einen Unfall im Straßenverkehr gemacht, bei den 21- bis 24-Jährigen waren es 99.

Landesverkehrswacht Saar findet die Forderung nach einem Alkoholverbot richtig

Auch die Landesverkehrswacht Saar findet die Forderung nach einem Alkoholverbot richtig. „Das wären im vergangenen Jahr dann schon 160 Leute weniger gewesen, die alkoholisiert einen Unfall verursacht hätten. Das ist in einem kleinen Land wie dem Saarland schon viel“, begründet das Hans-Rainer Türk, erster Vorsitzender der Landesverkehrswacht. Aktionen, wie etwa „Saarbob“, bei der der Fahrer einer Gruppe keinen Alkohol trinkt und dafür ein kostenloses alkoholfreies Getränk erhält, seien wichtig. „In Bezug auf Alkohol dürfen wir nicht nachlassen“, sagt Türk.

Bei der „Saarbob“-Aktion machen laut dem Landesinstitut für Präventives Handeln (LPH) ungefähr 500 Wirte im Saarland mit. „Es werden von Tag zu Tag mehr“, freut sich Josef Merten, Verkehrssicherheitsbeauftragter beim LPH. Bis Ende dieses Jahres soll es die Aktion überall im Saarland geben. Merten, der auch Geschäftsführer des Bunds gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr im Saarland ist, unterstützt die Forderung der Verkehrswacht. „Bei den Verkehrsunfällen ist die Gruppe der bis 24-Jährigen recht auffällig“, erklärt er. Sie seien häufiger als andere Altersgruppen zu später Stunde unterwegs. „Dann kommen schlechte Sicht, Müdigkeit und laute Musik hinzu“, sagt Merten. Wenn dann Alkohol mit im Spiel sei, erhöhe sich das Risiko für einen Unfall enorm. Merten findet, dass die Null-Promille-Regel nicht nur für junge Autofahrer gelten sollte. „Es sollte eigentlich ein Alkoholverbot für alle Fahrer geben.“


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