L134 zwischen Bliesen und Oberthal Vollsperrung, Baustelle, eine Umleitung ist eingerichtet, bis voraussichtlich 15.08.2018 (10:09)

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Saarbrücken: Mann fälscht Handyverträge - Haft

Die Verlesung der Anklage dauerte fast eine Stunde. 34 Vorwürfe umfasste die Anklage. Im Wesentlichen ging der Mann mit einem gesondert verfolgten Mittäter immer nach dem gleichen Schema vor: Er vermittelte Neukunden an Mobilfunkbetreiber – dafür gab es Provisionen und kostenlose Telefone. Aber die Kunden existierten nur auf dem Papier. Die eingereichten Neuverträge waren gefälscht. Die Prüfung der Neuverträge wusste der Mann geschickt zu umgehen, er kannte Tricks, um passende Kontonummern und Bankleitzahlen zu generieren. Auch wie man Personalausweisnummern als echt erscheinen lassen konnte, wusste er. Er konnte aber auch Interessenten, die wegen mangelnder Bonität keinen Vertrag bekamen, zu einem Mobilfunkanschluss verhelfen.

Der Schaden der Mobilfunkbetreiber liegt bei 35 000 Euro für Provisionen und einigen weiteren Tausend für die gelieferten Geräte. Durch die Benutzung der SIM-Karten sind um die 6000 Euro vertelefoniert worden.

Das Urteil kam nach einem Deal zu Stande – Geständnis gegen Milde. Als der Angeklagte ausführte „ich räume die Vorwürfe im Großen und Ganzen ein“, rechneten Staatsanwältin und Richter mit Einschränkungen. Doch das Gegenteil war der Fall. Er ergänzte die Anklageschrift um auf den Cent genaue Beträge, von denen bisher nicht die Rede war. Diese Tatsache und weil durch sein umfassendes Geständnis weitere Straftaten aufgeklärt werden konnten, brachte ihm das recht milde Urteil ein. jht

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