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Saarbrücker Forscher entwickeln Kühlmethode der Zukunft

Saar-Uni.

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Kühlschränke, Klimaanlagen und Kühlsysteme für Geräte wie Computer sind weltweit gefragt. Die Forscherteams der Saarbrücker Professoren Stefan Seelecke und Andreas Schütze von der Saar-Uni entwickeln zusammen mit Wissenschaftlern der Uni Bochum eine umweltfreundliche Kühlmethode, die laut der Universität Saarbrücken ohne klimaschädigende Kühl- oder Kältemittel auskommt und außerdem weniger Energie verbrauchen soll als bislang übliche Kühltechniken. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft investiere in das Projekt insgesamt 950 000 Euro.

„Wir setzen Systeme mit Formgedächtnis-Legierungen ein, um Wärme abzutransportieren“, erklärt Stefan Seelecke, Professor für Intelligente Materialsysteme an der Saar-Uni. „Formgedächtnis bedeutet, dass Drähte oder Bleche aus der Legierung Nickel-Titan gewissermaßen ein Erinnerungsvermögen haben. Werden sie verformt, nehmen sie anschließend die alte Form wieder an. Den Effekt, dass sie dabei Wärme aufnehmen und wieder abgeben, nutzen wir zum Kühlen“, erklärt Seelecke.

Werde ein Nickel-Titan-Draht oder -Blech verformt, entstehen Spannungen, die das Material erwärmen. Wird das Metall nach dem Ausgleich mit der Umgebungstemperatur anschließend wieder entlastet, lösen sich die Spannungen und es kühlt stark ab: etwa 20 Grad unter dem Umgebungsniveau. Die Grundidee des Verfahrens sei es, einem geschlossenen Raum, wie beispielsweise dem Inneren eines Kühlschranks, Wärme zu entziehen, indem dort ein vorgedehntes Nickel-Titan-Blech wieder entlastet wird und dadurch stark abkühlt, erklärt Seelecke.

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