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Saarbrücker Kontaktpolizisten: Hilfe, wenn der Absturz droht

Die Polizeioberkommissare Helmut Peter (links) und Helmut Berg (rechts) von der Kontaktpolizei
unterhalten sich vor der Inspektion in der Karcherstraße mit Werner Fechler.

Die Polizeioberkommissare Helmut Peter (links) und Helmut Berg (rechts) von der Kontaktpolizei unterhalten sich vor der Inspektion in der Karcherstraße mit Werner Fechler.

Es wird um Angst, Wut und Sorgen gehen. Angst vor Einbrechern, Wut auf Graffiti-Schmierer, Sorgen um die Sicherheit beim Einkauf in der City. Polizeioberkommissar Helmut Berg weiß schon, was ihn und seine Kollegen erwartet. Und der Kontaktpolizist (Kop), Teil eines zehnköpfigen Teams in der Inspektion St. Johann, freut sich, wenn er etwas gegen Angst, Wut und Sorgen der Bürger tun kann. Die zehn St. Johanner Kontaktpolizisten gehen wie 2012 mit der mobilen Wache in die Stadtteile, mitten rein in den Alltag der Menschen, für die sie arbeiten. Sei es auf dem Eschberg, auf dem Ilseplatz oder Am Homburg.

Dort sind je zwei Kops mit der mobilen Wache präsent (siehe „Stichwort“), wenn möglich mit einem Seniorensicherheitsberater und einem Vertreter der Opferschutzorganisation „Weißer Ring“. In dieser Besetzung und mit 234 tief gehenden Beratungsgesprächen war die mobile Wache schon 2012 ein Erfolg in St. Johann, wie Berg sagt. Denn wer dorthin kam und auf einen Missstand aufmerksam machte, habe schnell gesehen, dass sich etwas tut. „Wies uns jemand auf Raser im Wohngebiet hin, teilten wir das der Straßenverkehrsbehörde mit, um für Geschwindigkeitskontrollen zu sorgen.

Wir leiteten Hinweise auf missverständliche Verkehrsschilder weiter und sorgten dafür, dass die Stadt eine zugewucherte Ampel in der Breslauer Straße freischnitt.“ Natürlich sehen die Kops auf ihren Fußstreifen auch selbst, wo sich etwas zusammenbraut. Beispiel: das leere ehemalige Siemens-Gebäude in der Martin- Luther-Straße. Es sei nach Gesprächen mit dem Eigentümer jetzt besser gegen Vandalismus geschützt. Berg: „Es ist immer gut, rasch den Deckel draufzukriegen und Dinge schnell zu regeln.“

Die mobilen Wachen passen gut zum Kops-Arbeitsalltag. „Wir gehen auf die Leute zu und sind für den Geschäftsmann ebenso da wie für den Obdachlosen. Wir kennen sie alle, weil wir Präsenz zeigen und natürlich, wenn nötig, auch konsequent durchgreifen. Das sorgt für mehr Sicherheit und ist eine Arbeit, die mich erfüllt“, sagt Berg. Trotz all der Not, die er zu sehen bekommt und der er sich nicht verschließt. „Wir kriegen schon einiges mit, zum Beispiel, wenn Menschen psychische Probleme haben.“ Als Teil des Saarbrücker Hilfenetzes mit einem guten Draht zu Sozialamt, Drogenhilfezentrum, Wärmestube, Arbeiterwohlfahrt und SOS-Jugenddienst wissen die Kops in solchen Notfällen, wen sie informieren müssen, damit die Betroffenen wieder Tritt fassen.

Eine Frau hat dank der Kops aus der Karcherstraße noch die Kurve gekriegt und ihnen zum Dank Folgendes geschrieben: „Sie haben mir geholfen.“

Die Kontaktpolizei der Inspektion St. Johann ist meist werktags von 7 bis 20 Uhr im Einsatz. Die acht Männer und zwei Frauen gehen nicht nur Streife. Sie beraten Bürger, wie sie sich besser schützen können, etwa gegen Einbrüche und andere Diebstähle. Die mobile Wache bietet solche Tipps ab April jeweils von 9 bis 13 Uhr in Teilen von St. Johann.

Die Kontaktpolizei in St. Johann ist montags bis freitags von 7 bis 20 Uhr erreichbar, Tel. (06 81) 9 32 16 66. Ist das Team außer Haus, rufen die Beamten zurück. In dringenden Fällen hilft die Wache unter Tel. (06 81) 9 32 12 33.

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