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Saarbrücker Zoo: Seehunde bekommen neues Becken

Saarbrücken. Die Seehunde im Zoo dürfen sich auf ein neues Zuhause freuen. Am Dienstag wurde der Grundstein für eine moderne Seehund-Anlage gelegt. Viele Besucher, Mitarbeiter des Zoos und Politprominenz kamen zum Baubeginn des größten Zoo-Projektes seit den 1970er-Jahren. Damals wurde für sieben Millionen Mark das Afrika-Haus gebaut.

"Die alte Anlage für Seehunde gibt es schon seit 1963", erläuterte Zoodirektor Richard Francke. Zwei Millionen Euro kostet die neue Anlage. Einen Zuschuss vom Land in Höhe von 182 000 Euro sicherte der saarländische Wirtschaftsminister Christoph Hartmann zu, den Rest bezahlt die Stadt.

"Die Seehunde sind eine Hauptattraktion unseres Tierparks, der jedes Jahr 200 000 Besucher anlockt. Eine moderne Seehund-Anlage wertet unseren Zoo weiter auf. Davon profitieren die Stadt und das Land", sagte Oberbürgermeisterin Charlotte Britz, bevor sie gemeinsam mit Christoph Hartmann vor vielen Besuchern die Seehunde fütterte. Zur Belohnung gab es für beide Politiker ein Küsschen von der trächtigen Seehund-Dame Cilli, die in den kommenden Wochen ihr Junges zur Welt bringen wird.

"Wir haben zurzeit fünf Seehunde in unserem Becken und bekommen in jedem Jahr etwa ein Baby dazu. Die Tiere fühlen sich bei uns sehr wohl", berichtete Zoo-Inspektor und Tierpflegermeister Harald Weisgerber, der sich seit mehr als 20 Jahren mit den Seehunden beschäftigt.



Luxus-Becken für die Seehunde

Im Frühjahr 2011 soll die neue Anlage fertig sein. Der Umzug ähnelt dann dem Wechsel vom Campingplatz ins Luxushotel. "Das neue Becken wird 3,5-mal so groß sein wie das alte und hat ein Fassungsvermögen von rund 230 Kubikmetern. Eine hochmoderne Filteranlage sorgt dafür, dass wir das Wasser nur einmal pro Monat wechseln müssen. Bislang mussten wir das Wasser wöchentlich austauschen", erklärte Franke. Zudem wird zum Neubefüllen des Beckens kein Trinkwasser mehr benutzt.

"Ein Brunnen fördert Wasser aus 85 Metern Tiefe, das danach gefiltert und über einen Wasserfall ins Becken geleitet wird. Das Brunnenwasser wird auch zum Reinigen anderer Anlagen im Zoo genutzt. So sparen wir viel Trinkwasser", erläuterte Tierpflegermeister Weisgerber. Eine weitere Attraktion der neuen Seehundanlage wird eine 300 Zuschauer fassende Tribüne sein, von der aus zweimal am Tag die Seehund-Fütterung beobachtet werden kann.

Hinter dem Becken entsteht ein Multifunktionsgebäude, von dem aus die ganze Anlage überwacht wird. Und im alten Seehund-Gehege werden künftig südamerikanische Humboldt-Pinguine ihre Heimat finden.

© WhatsBroadcast
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